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Angriff mit Flasche auf trans Personen vor CSD Bayreuth

Queerer Verein kritisiert AfD-Stand an der Demo-Route

CSD
Symbolbild: Frank Hormann, dpa

Im Vorfeld des CSD Bayreuth soll es am Wochenende zu einem körperlichen Übergriff gegen zwei trans Personen gekommen sein.

Am Samstag zogen beim Christopher Street Day in Bayreuth laut Polizei gut 1500 Menschen durch die Innenstadt. Die Versammlung war gegen 14 Uhr am La Spezia Platz eröffnet worden, zog dann durch den Innenstadtbereich und endete mit einem Bühnenprogramm am Ehrenhof. (Auch in Wernigerode im Harz wurde CSD gefeiert – MANNSCHAFT berichtete).

Bereits im Vorfeld des CSD sei es zu einem körperlichen Übergriff gegen zwei trans Personen gekommen. Die beiden seien durch eine dreiköpfige Personengruppe beleidigt und von einem Mitglied der Gruppe mit Flaschen beworfen und verprügelt worden. Gegen die Täter sei noch in der Nacht ein Strafverfahren eingeleitet worden, berichtet das Portal InFranken.de

Der Verein Queer Bayreuth erklärte gegenüber MANNSCHAFT, den beiden gehe es den Umständen entsprechend. Nach dem Angriff, der bereits in der Nacht vor der Pride passiert war, hatten beide am Samstag «schon wieder den Mut gehabt», den CSD in Bayreuth zu besuchen. Auch schon letztes Jahr waren Teilnehmerinnen des Bayreuther CSD beleidigt und bespuckt worden (MANNSCHAFT berichtete).


Einen weiteren Vorfall gab es beim Infostand der AfD, wo «provokativ die Deutschlandflagge» geschwenkt wurde, wie es heisst. Nach gegenseitigen Pöbeleien sei es zu einer Sachbeschädigung von Infomaterial des Wahlstands gekommen, ein Versammlungsteilnehmer wurde beleidigt. Die Polizei schritt ein und leitete Strafverfahren ein.

Der Verein Queer Bayreuth erklärte am Montagnachmittag: «Es ist uns nahezu vollkommen unverständlich, wie es passieren konnte, dass der AfD ein Aufbau eines Wahlkampfstandes direkt an unserer Demo-Route erlaubt wurde, obwohl seit Monaten bekannt war, welche Route wir ablaufen würden. Der AfD hätte ein Stand an einem anderem Ort zugemutet werden können – die Situation, die dort entstand, wäre vonseiten der Bayreuther Behörden vermeidbar gewesen. Als Queer Bayreuth e. V. distanzieren wir uns selbstverständlich von der dort begangenen Sachbeschädigung, für die wir nicht verantwortlich sind.»

Billie Eilish, Katy Perry und viele andere Musiker*innen sehen in Künstlicher Intelligenz ein grosses Potenzial, aber auch eine grosse Bedrohung. Dies tun sie in einem Appell kund (MANNSCHAFT berichtete).



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