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«Abba haben Songs für jede Art von Emotionen geschrieben»

2024 geht die Tribute-Show auf Live-Tour

ABBA The Show
Die Tribute-Sängerinnen Katja Nord und Camilla Dahlin live auf der Bühne (Foto: Teresa Nottelmann)

Der Sieg des Grand Prix machte Abba vor 50 Jahren zu Weltstars. Ihr Song «Waterloo» wurde zum erfolgreichsten Gewinnertitel aller Zeiten. Diesem Jubiläum huldigt «The Show – A tribute to Abba» ab Anfang Mai 2024.

Auf der Tour werden die Sängerinnen und Leiterinnen der Show, Katja Nord und Camilla Dahlin, begleitet von Begleitmusiker*innen von damals, dazu Schlager-Sänger Ross Antony, es gibt schrille Outfits und Hits wie «Mamma Mia», «Dancing Queen» oder «Gimme! Gimme! Gimme!».

Wann haben Sie mit der ganzen Abba-Sache angefangen?
Nord: 1996 gründeten wir die Band Waterloo, das war unser Anfang. 2001 fingen wir dann an, mit CSB zusammenzuarbeiten, den Produzent*innen von dem Live-Programm «The Show – A tribute to ABBA», mit dem wir ab Mai 2024 auf Tournee sein werden. Seit 2001 sind wir mit dem Projekt in 51 Ländern auf fünf Kontinenten aufgetreten – und konnten mehr als zwei Millionen Tickets verkaufen.
Dahlin: Und wir sind die Macherinnen und Leiterinnen der Show. Wir stellen auch die Kostüme her.
Nord: Und wir bringen den anderen Mädchen und Jungs in der Band bei, wie man sich bewegt und wie man klingt, denn wir haben 25 Jahre Erfahrung. Sie müssen die Musik von Abba nicht von Grund auf erlernen, sondern wir können sie anleiten.

Als Abba 2021 eine neue Platte ankündigten (MANNSCHAFT berichtete), hatten Sie da Angst, dass sie nicht so gut sein könnte wie die alten Sachen?
Dahlin: Nein. Es fühlt sich so fantastisch an, dass sie es immer noch tun. Wer bin ich, um zu sagen: «Das war nicht so gut»? Ich meine, warum? Du machst es aus deinem Herzen heraus, und wenn es dir nicht gefällt, musst du nicht zuhören.


Haben Sie die Musiker*innen auch persönlich kennengelernt?
Dahlin: Nein, aber das wäre schön gewesen. Und wir sind ja noch nicht tot, also weiss ich nicht, vielleicht werden wir sie ja eines Tages persönlich treffen.
Nord: Wir haben einmal eine Dummheit gemacht, weil wir Abba so sehr lieben. Das waren komische Sachen, weil wir unbedingt wissen lassen wollten, dass wir das Tribute-Projekt von Herzen machen. Also haben wir ihnen Prospekte und persönliche Nachrichten geschickt.
Dahlin: Und Einladungen!


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Nord: Und dann sind wir zu Ingarö gegangen, um diese Sachen Agnetha zu übergeben, sonst wusste man ja nicht, ob sie sie bekommen!
Dahlin: Und wir wollten sagen: «Danke für das, was ihr uns gegeben habt!»


ABBA The Show
Katja Nord, Camilla Dahlin und Abba-Kostümdesigner Owe Sandström (Bild: zVg)

Was ist dann passiert?
Nord: Wir gingen da also rein, und plötzlich kamen zwei Hunde, und wir haben das «Kein Zutritt!»- Schild übersehen, weil wir ein bisschen naiv waren und dachten «Ja, wir können hier reingehen und das ganze Material hier lassen». Und dann trafen wir Linda (Agnethas Tochter). Sie war sehr nett zu uns und verstand auch gleich, dass wir das einfach machen wollten.
Dahlin: Ja, sie nahm unseren Brief und sagte: «Macht’s gut, Mädels!»
Nord: Vielleicht war es dumm von uns.

Nord: Aber egal. Wir waren jedenfalls sicher, dass Agnetha den Brief bekommen hat. Und das ist auch gut so. Bei Björn und Agnetha wissen wir, dass sie unser Anliegen wirklich verstanden haben. Wir waren auch in ihrem Studio, aber wir konnten Anni-Frid nicht treffen, weil sie an vielen verschiedenen Orten wohnt.

Welches Lebensgefühl transportiert die Musik von Abba für Sie?
Dahlin: In einem einzigen Lied kann man bei ihnen fühlen, dass man gleichzeitig sehr glücklich und sehr traurig ist. «The Winner takes it all» zum Beispiel ist melancholisch, und es ist kraftvoll.
Nord: Ich glaube, der Grund dafür, dass so viele Leute Abba lieben, ist, dass sie Songs für jede Art von Emotionen geschrieben haben. Wenn man glücklich ist, gibt es von ihnen fröhliche Lieder, wenn man traurig ist, gibt es traurige Lieder.
Dahlin: Meine kleine Enkelin wollte nicht, dass ich «Hasta Mañana» singe, weil es so traurig ist. Sie versteht nicht, was da gesungen wird, sie hört es nur. Aber ich habe das Gefühl, ja, das Lied ist traurig, aber es ist auch etwas Glück dabei, etwas Hoffnung.

Die Tour startet am 1. Mai 2024, hier sind alle Termine auf einen Blick:

  • 01. Mai 2024 Kiel* Wunderino Arena (verschoben vom 23. Februar 2023)
  • 02. Mai 2024 Rostock StadtHalle (verschoben vom 21. Februar 2023)
  • 03. Mai 2024 Magdeburg GETEC-Arena (verschoben vom 24. Februar 2023)
  • 04. Mai 2024 Düsseldorf Mitsubishi Electric Halle (verschoben vom 04. Februar 2023)
  • 05. Mai 2024 Mannheim SAP Arena (verschoben vom 08. Februar 2023)
  • 06. Mai 2024 Zürich The Hall (verschoben vom 15. Februar 2023)
  • 07. Mai 2024 Kempten bigBOX Allgäu (verschoben vom 02. Februar 2023)
  • 08. Mai 2024 München Circus Krone (neue Location) (verschoben vom 25. Februar 2023)
  • 10. Mai 2024 Stuttgart Porsche-Arena (verschoben vom 07. Februar 2023)
  • 11. Mai 2024 Erfurt Messehalle (verschoben vom 05. Februar 2023)
  • 12. Mai 2024 Chemnitz Stadthalle (verschoben vom 03. Februar 2023)
  • 14. Mai 2024 Hamburg Barclays Arena (verschoben vom 13. Februar 2023)
  • 15. Mai 2024 Berlin* Tempodrom (verschoben vom 18. Februar 2023)
  • 16. Mai 2024 Dortmund* Westfalenhalle (verschoben vom 22. Februar 2023)

* An den gekennzeichneten drei Terminen ist Ross Antony nicht dabei.

Besetzungs-Coup: Der 20-jährige Brite, der als Charlie Spring in der Netflix-Serie «Heartstopper» international bekannt wurde, wird ab 31. Januar 2024 in der Produktion von «Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street» in New York mitspielen (MANNSCHAFT berichtete).


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