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Flüchtlingsgeschichte «Flee» – neu in Schweizer Kinos

Der animierte Dokumentarfilm von Jonas Poher Rasmussen war für 3 Oscars nominiert

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Amin (rechts) möchte vor seiner Hochzeit mit sich im Reinen sein. (Bild: Filmcoopi)

Als Minderjähriger flieht Amin von Afghanistan nach Dänemark. Erst Jahrzehnte später vertraut er seine Geschichte einem Schulfreund an. Dieser macht daraus den Film «Flee».

Der dänische Animationsfilm «Flee» startet am 21. Juli in den Schweizer Kinos und erzählt eine wahre Geschichte: Amin ist 36 und in Dänemark ein anerkannter Wissenschaftler. Bislang hat er sich stets geweigert, anderen seine Vergangenheit anzuvertrauen. Doch jetzt steht Amin an einem Wendepunkt: Er und sein Lebensgefährte wollen zusammenziehen und bald heiraten.

Amin spürt, dass er sich seiner Vergangenheit und seinen Erinnerungen stellen muss. Er war noch ein Junge, als er mit seiner Mutter und seinem Bruder aus Afghanistan geflüchtet ist und die Gräueltaten des Kriegs miterleben musste. Als 16-Jähriger landete Amin ganz allein in Dänemark – auf der Suche nach Sicherheit und Geborgenheit, mit der Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft.

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Erst Jahrzehnte später erzählt Amin seinem Schulfreund Jonas Poher Rasmussen von seiner Vergangenheit. Der Grund: Aus Angst, seine tatsächliche Lebensgeschichte zu verraten, hielt sich Amin lange an die gefälschten Angaben, die ihm die Schlepper eingebläut hatten. Kurz vor der Hochzeit zu seinem Verlobten will Amin nun ins Reine kommen und zu sich selbst finden.

Rasmussen verarbeitet die Erinnerungen seines Schulfreunds an Familie, Flucht und Coming-out in den fesselnden Dokumentarfilm «Flee» und lässt auch dokumentarische Szenen in die Animation einfliessen. So schafft der Filmemacher ein fulminantes Fresko aus Bildern und Erinnerungen – eine wahrhaftige und poetische Chronik einer Suche nach dem Glück.

Als erste Kinoproduktion überhaupt wurde «Flee» gleichzeitig für drei Oscars nominiert: als bester internationaler Film, als bester Dokumentarfilm und als bester Animationsfilm.

Darüber hinaus hat die bewegende Geschichte über 80 Preise gewonnen, unter anderem den Grossen Preis der Jury beim Sundance Festival im Februar und den Europäischen Filmpreis für die beste europäische Dokumentation. Kritiker*innen sind sich einig: «Flee» ist eine grossartige Hymne auf das Leben und auf die Freiheit.

«Flee» ist ab dem 21. Juli in den Schweizer Kinos zu sehen.

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