Nach Skandal um Penisvergrösserungen – neue Olympia-Regelungen

Denn: Es kommt beim Skispringen auf jeden Zentimeter in der Hose an

Ein Sportler bei Skispringen
Symbolfoto (Bild: Todd Trapani/Unsplash)

An den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien wird die Grösse der Anzüge von Skispringern streng überwacht – nach einem Skandal um im Schritt vergrösserte Sprunganzüge, der den Sport im letzten Jahr erschütterte.

Bei den Skisprung-Weltmeisterschaften 2025 in Trondheim, Norwegen, wurden mehrere Mitglieder des norwegischen Teams – das traditionell bei Olympischen Spielen stark dominiert – disqualifiziert, suspendiert und gesperrt, nachdem die Verantwortlichen festgestellt hatten, dass der Schrittbereich der Anzüge der männlichen Athleten manipuliert worden war, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen.

Für alle, die mit Skispringen nicht vertraut sind: Bei diesem Sport fahren die Athlet*innen eine steile Rampe hinunter, katapultieren sich in die Luft und fliegen so weit und so ruhig wie möglich, bevor sie landen.

Die Manipulation der Anzüge durch zusätzliches Material diente – illegal – dazu, die Aerodynamik des Sprungs zu verbessern, schreibt das Nachrichtenportal Pink News. Weiter heisst es: Skisprunganzüge sitzen eng am Körper, die Regeln erlauben nur etwa zwei bis vier Zentimeter Spielraum. Eine Vergrösserung des Schrittbereichs erhöht die Oberfläche, über die die Luft strömen kann, und lässt den Springer dadurch weiter gleiten.

Einfach gesagt: Grössere Schrittbereiche führen zu längeren Sprüngen und potenziell besseren Wertungen – und verschaffen den Athlet*innen so einen unfairen Vorteil.

Nach dem Skandal veröffentlichte die Fachzeitschrift Frontiers in Sports and Active Living im Oktober 2025 eine Studie, die zeigte, dass bereits ein zusätzlicher Zentimeter Stoff im Anzug die Sprungweite um 2,8 Meter erhöhen kann. Die Studie zeigte ebenfalls, dass zusätzliche Stoffpartien an jeder Stelle des Anzugs einen Vorteil bringen, der Schrittbereich aber den grössten Effekt hat.

An den diesjährigen Winterspielen, die am Freitag starteten, wurden neue Regeln eingeführt, um ähnliche Täuschungsmanöver zu verhindern.

«Es gab in der Vergangenheit viele Disqualifikationen. Das gehört zum Sport», sagte Bruno Sassi, Sprecher des Internationalen Skiverbandes (FIS), im Vorfeld der Spiele.

«Aber es gab noch nie einen derart dreisten Versuch, nicht nur die Regeln zu biegen, sondern das System auf eine völlig andere Weise zu umgehen, als einfach einen Anzug ein wenig zu lang oder locker zu tragen.»

Die neuen Regeln sehen vor, dass Sprunganzüge überprüft, 3D-Messungen durchgeführt und manipulationssichere Mikrochips angebracht werden.

«Die letzten Monate waren für das Skispringen äusserst herausfordernd, wie wir alle wissen», sagte FIS-Skisprung-Rennleiter Sandro Pertile.

«Eines der Hauptziele der FIS ist es, sicherzustellen, dass die jüngsten Probleme mit der Ausrüstung als Beschleuniger für die Weiterentwicklung des Sports und seiner Kontrollen dienen.»

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