Protest in Tennessee: Lizzo holt Dragqueens auf die Bühne
Lizzo hat bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Tennessee mit Dragqueens auf der Bühne gegen ein geplantes queerfeindliches Gesetz protestiert.
Ende Februar hatte Tennessee ein Gesetz verabschiedet, das Drag-Auftritte in der Öffentlichkeit oder vor Kindern einschränkt. Doch ein Richter blockiert das Vorhaben seit Anfang des Monats (MANNSCHAFT berichtete).
Nun trat Lizzo in Knoxville auf. Dort protestierte sie mit Dragqueens gegen die Gesetzgebung des US-Staates, die Drag-Auftritte in der Öffentlichkeit verbieten soll. Viele der Performer*innen sind bekannt aus «RuPaul’s Drag Race» wie etwa Aquaria, Kandy Muse und Vanessa Vanji.
Angesichts des geplanten Gesetzes habe man ihr geschrieben: «Sag deine Shows in Tennessee ab», erzählte die Sängerin bei ihrem Konzerts laut CBS News. «Ihre Argumente waren überzeugend. Aber warum sollte ich nicht zu den Menschen kommen, die diese Botschaft am meisten brauchten?»
Aquaria bedankte sich in ihrem Kommentar bei Instagram: «Vielen Dank für die Plattform für mich und die Drag-Race-Mädchen und besonders dafür, dass du die Königinnen in Tennessee emporgehoben hast», kommentierte Aquaria. Und weiter: «Diese Damen sind alle so stark und mutig und ich weiss, dass heute Abend definitiv das Beste in einer schwierigen Situation für alle war.»
Die Grammy-Gewinnerin zählt zum diesjährigen Line-up des Musikfestivals im dänischen Roskilde. Neben der 34-jährigen US-Sängerin ist in diesem Sommer unter vielen anderen auch die amerikanische Rap-Ikone Busta Rhymes bei dem grössten Festival Skandinaviens dabei – für ihn wird es der erste Auftritt in Dänemark seit rund 15 Jahren sein. Auch Musikgrössen wie der schwule Rapper Lil Nas X treten in Roskilde auf. Das Festival findet in diesem Jahr vom 24. Juni bis 1. Juli statt.
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