Manche homosexuelle Paare «vermutlich bessere Eltern» als Heteros
Merz hat offenbar dazu gelernt
Der designierte CDU-Vorsitzende Friedrich Merz steht Adoptionen von Kindern durch homosexuelle Paare inzwischen offen gegenüber.
«Heute wissen wir: Manche homosexuellen Paare sind vermutlich bessere Eltern als manche heterosexuellen», sagte Merz der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Früher habe er das kritisch gesehen.
«Ich lese Beiträge und Studien etwa aus der Kinderpsychologie, die besagen, dass die Zuwendung, die Kinder brauchen, nicht davon abhängt, ob die Eltern homosexuell oder heterosexuell sind», sagte Merz. Konservativ zu sein heisse eben auch, «immer offen zu sein für gute Argumente».
Mit ihrer Unwissenheit über den Forschungsstand über Kinder aus Regenbogenfamilien hatte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek (CDU) 2018 für Wirbel gesorgt (MANNSCHAFT berichtete). In einem Interview mit n-tv hatte die Katholikin und Mutter von drei Kindern die Art, wie der Beschluss zur Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Deutschland herbeigeführt wurde, kritisiert und erklärte, man brauche eine Langzeitstudie zur Entwicklung von Kindern in homosexuellen Partnerschaften.
Merz seinerseits war in der Vergangenheit immer wieder durch homophobe Äusserungen aufgefallen. So rückte er etwa Homosexualität in die Nähe von Pädophilie (MANNSCHAFT berichtete) . Auf die Frage, ob er Vorbehalte gegen einen schwulen Bundeskanzler habe, erwiderte Merz: «Die sexuelle Orientierung geht die Öffentlichkeit nichts an, solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft. An der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht.»
Nach dem Coming-out des SPD-Politikers Klaus Wowereit sagte Merz auf die Frage nach dessen Homosexualität: «Solange der Wowereit sich mir nicht nähert, ist mir das egal.» Letztes Jahr darauf angesprochen, distanzierte sich der CDU-Mann.
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