Cindy Ngamba kämpft bei Olympia um Gold
Der lesbischen Boxerin werden gute Chancen zugerechnet
Wegen ihrer Homosexualität musste Cindy Ngamba ihr Heimatland Kamerun verlassen. Nun kämpft sie bei Olympia um Gold – für das Team der Geflüchteten.
Cindy Ngamba aus Kamerun wird wohl nie mehr in ihre Heimat zurückkehren. Sie ist homosexuell. Das ist in Kamerun strafbar – fünf Jahre Haft! (MANNSCHAFT berichtete). Vor 15 Jahren verliess sie Kamerun für ein Leben in Grossbritannien. Sie machte dort einen Universitätsabschluss in Kriminologie und begann eine Leidenschaft: das Boxen.
Nun konnte sich Cindy Ngamba für die Olympischen Sommerspiele in Paris qualifizieren. Sie ist so gut, dass Grossbritannien sie gerne im eigenen Box-Team gewusst hätte. Doch selbst nach 15 Jahren Leben im Land hat die Boxerin keinen britischen Pass – wäre einmal sogar um ein Haar abgeschoben worden. Sie wird für also für das Team der Geflüchteten antreten.
36 Sportler*innen aus elf Ländern bilden das Team der Geflüchteten – 23 Männer, 13 Frauen, die an insgesamt 12 Sportarten teilnehmen. Sie alle sind aus ihrer Heimat geflohen. Sie alle haben in ihren Gastländern den Flüchtlingsstatus. «Eine Geflüchtete zu sein bedeutet für mich eine lebensverändernde Chance. Viele Geflüchtete auf der ganzen Welt haben so viele Potenziale, aber die Türen stehen ihnen noch nicht offen», sagt Cindy Ngamba im offiziellen Olympischen Podcast. Es ist das dritte Mal, dass es bei den Olympischen Spielen ein solches Team geben wird. Es soll die mehr als 100 Millionen Geflüchtete weltweit vertreten.
Cindy Ngamba werden gute Chancen auf eine Medaille zugerechnet. Sie ist ein Ausnahmetalent – dreifache Landesmeisterin in drei Gewichtsklassen. Über ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen sagt sie im Podcast: «Es ist überwältigend. Es wird das Schönste überhaupt sein. Das Erstaunlichste, was mir je passiert ist, und ich werde es für den Rest meines Lebens in Ehren halten.»
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