«Gehört nicht auf die Tagesordnung» – Hape Kerkeling für Israels ESC-Teilnahme
Monatelang wurde darüber diskutiert, ob Israel am Eurovision Song Contest teilnehmen darf. Hape Kerkeling hat dazu eine klare Meinung.
Hape Kerkeling (61) findet es gut, dass Israel am Eurovision Song Contest (ESC) in Wien teilnimmt. «Natürlich gehört Israel dazu», sagte der Komiker und Buchautor in dem Podcast «Zwischen den Zeilen» mit Bettina Böttinger.
«Das gehört einfach nicht auf die ESC-Tagesordnung, darüber zu sprechen. Israel wurde angegriffen, das steht zweifelsfrei fest. Nicht Israel hat angegriffen, sondern Israel wurde angegriffen und hat sich zur Wehr gesetzt», erklärte Kerkeling. «Ob man diese Mittel gerechtfertigt findet oder nicht, darüber kann man sicher streiten, aber es war zunächst erst mal die Defensive.»
Der kommende 70. Eurovision Song Contest in Wien stand monatelang unter dem Eindruck einer Debatte über die Teilnahme Israels. Aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen boykottieren dieses Jahr Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien das Musikereignis.
Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker der islamistischen Hamas und anderer Terroristen in Israel, bei dem am 7. Oktober 2023 etwa 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 verschleppt wurden.
Kerkeling verwies auch darauf, dass Israel beim ESC 2025 auf Platz eins gelandet wäre, wenn nur die Stimmen des Publikums gezählt hätten. Kritiker behaupteten allerdings, die Publikumsstimmen seien manipuliert worden. Inzwischen hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) die Abstimmungsregeln für den ESC geändert: So soll beim diesjährigen Wettbewerb in Wien die maximale Anzahl der abgebbaren Publikumsstimmen stärker begrenzt werden.
Die Kunstfigur Conchita Wurst ist seit Jahren eng mit dem Eurovision Song Contest verbunden. Nun lässt sie los und will neue Wege gehen. Die Jubiläumsausgabe des ESC muss ohne sie auskommen (MANNSCHAFT berichtete).