Gil Ofarim gewinnt, und Ex-Dschungelkönigin Lucy Diakovska fasst es nicht
Gil Ofarim ist der König der diesjährigen Dschungelcamp-Staffel. Einen Tag nach dem Finale der Show äussert sich der Sänger. Von Kontroversen hat er genug. Doch an seinem Sieg gibt es Kritik.
Schon im Vorfinale zeichnete sich ab, wohin die Reise geht. Gil Ofarim führte das Voting mit 58,98 Prozent an. Samira folgte mit 23,83 Prozent. Der einzige schwule Teilnehmer Hubert Fella schied mit 17,19 Prozent aus und verliess das Camp als Drittplatzierter. Sein Ehemann, Matthias Mangiapane, war bereits Kandidat im Dschungel war und wurde 2018 Fünfter.
Der frisch gekürte Dschungelkönig Gil Ofarim würde nach den Kontroversen um seine Person gerne ein neues Kapitel aufschlagen. «Ich bitte um Verständnis, dass ich mir nichts Sehnlicheres wünsche, als dass irgendwann mal einfach auch ein Neuanfang beginnen kann für alle. Darum bitte ich», sagte der 43-jährige Sänger in einer Pressekonferenz nach dem Sieg in der RTL-Show «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!». Er habe fast fünf Jahre Zeit gehabt, das Geschehene zu verarbeiten, die Öffentlichkeit wahrscheinlich nicht, sagte Ofarim weiter.
Die ehemalige Dschungelkönigin Lucy Diakovska, die sich im Jahr 2024 die Krone holte (MANNSCHAFT berichtete), kritisierte die Wahl deutlich: «Ich versuche es seit Tagen mit mir zu vereinbaren, dass Gil gewinnen wird, denn es wurde irgendwann klar: Ich kann es aber nicht.»
Diese Gefühlslage basiere nicht auf «persönlichem Empfinden oder Hass, oder weil ich ihn verurteile», schreibt die No-angels-Sängerin in einem Kommentar bei Instagram und erklärt: «Meine Akzeptanz stockt an der Stelle. Ich komme nicht damit zu Recht, dass fehlende Reue, fehlende soziale Verantwortung und andere fehlende Werte am Ende so gefeiert werden.» Diakovska wünscht sich, dass daraus die richtigen Schlüsse und Lehren gezogen werden. Es dürfe kein neuer «Standard für unsere Gesellschaft sein», mit solch einem Verhalten Erfolg zu habe, so die lesbische Musikerin.
Im Jahr 2021 machte Ofarim deutschlandweit Schlagzeilen, als er sich bei Instagram als Opfer von antisemitischen Äusserungen eines Hotelmitarbeiters darstellte. Es dürfe keinen Platz für Hass, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Diskriminierung jeglicher Art geben, hatte er damals erklärt (MANNSCHAFT berichtete). Später stellten sich diese Vorwürfe als falsch heraus, und Ofarim musste seine Darstellung zurücknehmen.
«Ich kann verstehen, dass es nach wie vor Fragen gibt», sagte der Musiker. Auf die Frage, was er mit den 100'000 Euro Preisgeld macht, antwortete Ofarim: «Ich bitte um Verständnis, es ist eine private Sache, aber es gibt da jemanden, der bekommt noch Geld. Und das steht ihm auch zu.» Genaueres sagte er nicht.
Ofarim wachte nach Show-Unfall in Krankenwagen auf Gil Ofarim äusserte sich auch zu seinem Unfall in der Show. Der Sänger war am Dienstag während einer Prüfung gestürzt. Er könne sich nicht mehr daran erinnern, was danach passiert ist, sagte Ofarim. «Ich weiss nur, ich bin mit einem fixierten Kopf in einem Krankenwagen aufgewacht.»
Er sei in eine Notaufnahme gefahren worden. «Ich habe meine linke Hand zwei Tage nicht spüren können.» Es habe sich herausgestellt, dass er eine Zerrung am Genick hatte. Und er habe eine Gehirnerschütterung gehabt, sagte Ofarim.
Ofarim erhielt bei dem Finale die meisten Stimmen der Zuschauer. Laut RTL lockte die abschliessende Folge am Sonntag 5,15 Millionen Zuschauer*innen vor die Bildschirme. In der Spitze sei die Reichweite sogar auf 5,75 Millionen Zuschauer geklettert. Insgesamt 4,40 Millionen Zuschauer*innen verfolgten im Schnitt die 17 Folgen des diesjährigen Dschungelcamps, wie der Sender mitteilte.
In der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen erzielte die Show durchschnittlich 28,4 Prozent Marktanteil, bei den 14- bis 49-Jährigen sogar starke 32,5 Prozent.
Colman Domingo, Oscar-nominiert für «Rustin», erzählt die romantische Geschichte, wie er seinen heutigen Mann traf (MANNSCHAFT berichtete).