People

Dolly Parton mit Ehren-Oscar geehrt, Auftritt wegen Gesundheit abgesagt

Dolly Parton
Dolly Parton erhält den Jean-Hersholt-Preis. (Bild: Richard Shotwell/Invision via AP/dpa)

Bei den Governor Awards erhielt Dolly Parton für ihr soziales Engagement den Ehren-Oscar. Aus gesundheitlichen Gründen konnte die Ikone den Preis jedoch nicht persönlich entgegennehmen.

Nachdem sie zulezt mehrere Konzerte absagen musste (MANNSCHAFT berichtete), meldet sich Dolly Parton nun mit einem Lebenszeichen – wenn auch nur per Videobotschaft. Die Country-Sängerin und LGBTIQ-Ikone konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht zu den Governors Awards nach Hollywood reisen, um den Ehren-Oscar persönlich entgegenzunehmen. Im Video bedankte sie sich für die Auszeichnung. Sie sei in einer Familie mit zwölf Kindern aufgewachsen und habe früh gelernt, Sachen zu teilen. Die Laudatio hielt Lily Tomlin.

Die Grammy-Preisträgerin engagiert sich mit ihrer Dollywood-Stiftung vor allem für die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Mit ihrer Stiftung «Imagination Library» unterstützt sie die frühkindliche Leseförderung, indem sie weltweit Millionen von Büchern kostenlos an Kinder verschickt. Während der Corona-Pandemie spendete sie zudem eine Million Dollar zur Unterstützung der Impfstoffforschung. Schon früh setzte sie sich für die Ehe für alle ein (MANNSCHAFT berichtete).

Der nach dem dänisch-amerikanischen Schauspieler und Philanthropen Jean Hersholt (1886 - 1956) benannte Sonderpreis wird nur in unregelmässigen Abständen verliehen. Die Governors Awards-Gala fand am 16. November zum 16. Mal statt. Für diese Trophäen gibt es keinen Wettbewerb, sondern der Vorstand der Academy of Motion Picture Arts and Sciences sucht Menschen aus, die einen besonderen Beitrag für Film und Gesellschaft geleistet haben.

Neben Dolly Parton erhielt auch Tom Cruise einen Ehren-Oscar. Er war in seiner Karriere zwar viermal für einen regulären Oscar nominiert, ging jedoch stets leer aus. Auch Schauspielerin und Choreografin Debbie Allen sowie Szenenbildner Wynn Thomas wurden mit dem Sonderpreis der Filmakademie ausgezeichnet.

In einer emotionalen Dankesrede sagte Cruise, dass er schon als kleines Kind alles dafür getan habe, eine Eintrittskarte fürs Kino zu bekommen. Filmemachen sei nicht nur sein Beruf – «das bin ich», sagte der Schauspieler. Kino habe ihn um die ganze Welt geführt und ihm beigebracht, Unterschiede zu schätzen und zu respektieren. Im Kino würden Menschen gemeinsam lachen, fühlen, hoffen und träumen – «das ist die Kraft dieser Kunst».

Zahlreiche Prominente wohnten der Zeremonie bei, darunter Jennifer Lopez, Ariana Grande, Sydney Sweeney, Jennifer Lawrence, Emma Stone, Leonardo DiCaprio, Hugh Jackman und Colin Farrell. Unter den Gästen waren auch der Oscar-prämierte Regisseur Edward Berger («Im Westen nichts Neues», «Konklave») und der Düsseldorfer Komponist und Oscar-Preisträger Volker Bertelmann.

Debbie Allen, einst bekannt geworden als Tanzlehrerin Lydia Grant in «Fame – Der Weg zum Ruhm», wirkte als Choreografin an zahlreichen Filmen mit. Der langjährige Szenenbildner Wynn Thomas arbeitete hinter den Kulissen an Filmen wie «Do the Right Thing», «Malcolm X» oder «A Beautiful Mind». Im vorigen Jahr waren unter anderem der Musik-Mogul Quincy Jones (1933-2024), die legendäre Casterin Juliet Taylor und die langjährigen Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson mit Ehrenpreisen bedacht worden.

Mehr: Max Parker: Vom Rekrutenausbilder zum ersten offen schwulen 007? (MANNSCHAFT berichtete)

Das könnte dich auch interessieren

Kommentare