Die ersten Homosexuellen: Queere Geschichte wird sichtbar

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The First Homosexuals - Kunstmuseum Basel
Portait de Maurice Deriaz - Gustave Courtois (Bild: zVg)

Die Ausstellung zeigt, wie queere Identitäten entstanden – und warum Kunst dabei von Anfang an eine zentrale Rolle spielte.

Wann beginnt queere Geschichte? Und wer entscheidet eigentlich, ab wann Begriffe wie homosexuell oder trans existieren? Die Ausstellung The First Homosexuals. Die Entstehung neuer Identitäten 1869–1939 im Kunstmuseum Basel geht genau diesen Fragen nach und zeigt, dass queeres Leben und queere Gemeinschaften lange sichtbar waren, bevor es eine Sprache dafür gab.

Ausgangspunkt ist das Jahr 1869: Damals wurde der Begriff homosexuell erstmals öffentlich verwendet. Was heute selbstverständlich klingt, markierte einen radikalen Wendepunkt. Gleichgeschlechtliches Begehren wurde nicht länger nur als Handlung gesehen, sondern als Teil der Identität eines Menschen. Kunst spielte in diesem Prozess eine entscheidende Rolle. Sie wurde zum Ort des Ausprobierens, der Selbstinszenierung und der codierten Sichtbarkeit. In einer Zeit, in der Offenheit oft unmöglich war.

Kunstmuseum Basel - The First Homosexuals - Lili med fjerkost
Lili med fjerkost - Gerda Wegener (Bild: zVg)

Die Ausstellung versammelt rund 80 Gemälde, Fotografien, Skulpturen und Arbeiten auf Papier aus der Zeit zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Zu sehen sind intime Porträts, Darstellungen von Freundschaft und Nähe, spielerische Auseinandersetzungen mit Geschlechterrollen, aber auch politische Bilder, die zeigen, wie queere Körper gelesen, bewertet und instrumentalisiert wurden. Viele Werke arbeiteten mit Andeutungen: Blicke, Gesten oder klassische Motive aus Mythologie und Religion dienten als Codes für gleichgeschlechtliches Begehren.

Die Ausstellung auf einen Blick

The First Homosexuals. Die Entstehung neuer Identitäten 1869–1939 Frühe queere Sichtbarkeit, Kunst als Ausdruck von Identität und globale Perspektiven. Viele Werke erstmals in der Schweiz zu sehen.

Kunstmuseum Basel | Neubau Vom 7. März bis 2. August 2026 CHF 12 (reduzierter Tarif) / CHF 25 (Normaltarif)

Einladung zur Vernissage Entdecke die Ausstellung komplett kostenlos Vernissage im Kunstmuseum Basel | Neubau Freitag, 6. März 2026, 18h30 bis 21h00 (Eintritt frei)

Mehr Infos für deinen Besuch findest du hier.

Besonders spannend ist der globale Blick der Ausstellung: Sie beschränkt sich nicht auf Europa, sondern thematisiert auch koloniale Machtverhältnisse. Während europäische Kolonialmächte queere Lebensweisen in anderen Weltregionen unterdrückten, entwickelten Künstler*innen weltweit Gegenbilder, etwa in Lateinamerika, Asien oder in der afroamerikanischen queeren Szene der Harlem Renaissance.

The First Homosexuals macht deutlich: Queere Identitäten sind keine moderne Erfindung. Sie wurden erkämpft, gelebt und künstlerisch verhandelt, oft unter hohem persönlichem Risiko. Die Ausstellung schlägt damit eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart und zeigt, wie eng Kunst, Sichtbarkeit und Community bis heute miteinander verbunden sind.

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