Tim Cook: Sich in hohen Positionen nicht zu outen ist «egoistisch»
Mit seinem Coming-out wollte er gemobbten Jugendlichen helfen
Vor vier Jahren outete sich Apple-CEO Tim Cook als schwul – nicht um andere CEOs zu diesem Schritt zu ermutigen, sondern weil er für gemobbte Kinder ein Vorbild sein wollte. Dabei bezeichnete er seine Homosexualität als «grösstes Geschenk Gottes».
Apple-CEO Tim Cook war der erste offen schwule CEO auf der «Fortune 500», eine jährlich erscheinende Liste der 500 umsatzstärksten Unternehmen der USA. In einem Interview mit CNN erklärte der 57-Jährige nun seine Beweggründe.
Tim Cooks Sexualität hatte während mehreren Jahren die Gerüchteküche angeheizt. «Auf einmal bekam ich E-Mails von gemobbten Kindern, die online gelesen hatten, dass ich vielleicht schwul sein könnte», erinnert sich Cook. Einige von seien bei ihrer Familie nicht mehr willkommen gewesen, andere hätten an Selbstmord gedacht. «Das hat wirklich an meinem Herzen gezehrt.»
Bis dahin hatte Cook grossen Wert auf seine Privatsphäre gelegt. «Bis ich realisierte, dass das in meiner Position egoistisch ist», sagt er. Cook fasste den Entschluss, dass er etwas für diese Kinder tun müsse. «Ich wollte ihnen zeigen, dass man homosexuell sein und dabei auch hohe Positionen anstreben kann. Dass man trotzdem im Leben seinen eigenen Weg gehen kann.»
Es sei nicht sein Ziel gewesen, mit seinem öffentlichen Coming-out andere CEOs zu diesem Schritt zu ermutigen. «Ich dachte nicht einmal daran!», sagt er. Trotzdem sei er im Nachhinein stolz darauf, dass er als erster CEO eines solch grossen Konzerns der erste gewesen sei. Das Schwulsein sei für ihn «das grösste Geschenk Gottes»
Das könnte dich auch interessieren
Deutschland
Nach schwulenfeindlichem Angriff in Augsburg: Fahndung erfolgreich!
Es geht um die mutmasslich homophobe Attacke in Augsburg. Der Gesuchte hatte am Nikolausabend 2019 einen 49 Jahre alten Familienvater mit einem einzigen Faustschlag getötet.
Von Newsdesk/©DPA
News
Polizei
Deutschland
++ Homophob beleidigt und bedroht ++ Inter Sichtbarkeit in Berlin ++
Kurz, knapp, queer – die LGBTIQ-Kurznews aus Deutschland aus Berlin und Sachsen-Anhalt
Von Newsdesk Staff
Queerfeindlichkeit
News
TIN
People
Wie queer ist ... Tori Amos?
Sie spielte schon mit 13 Jahren in einer Schwulenbar
Von Sören Kittel
Queer
Musik
Unterhaltung
Lesbisch
Europa
Erfolgreicher Schlag gegen Pädophilen-Netzwerk – 79 Festnahmen
Ermittelnde schlugen zu in 35 Ländern. Kidflix hatte rund zwei Millionen Nutzer*innen weltweit. Es geht um Zehntausende Videos mit sexuellem Missbrauch von Kindern.
Von Newsdesk/©DPA
News
Justiz