Staffel 3 von «Love, Victor» ist da – mit Nacktfotos und Tapferkeitspreis
Die letzten acht Folgen der Serie sind bei Disney+ zu sehen
Ja, heute ist sie endlich online gegangen, die dritte und letzte Staffel der Serie «Love, Victor». Mitten im Pride-Monat. Acht jeweils 30-minütige Folgen sind ab sofort auf Disney+ abrufbar für alle, die wissen wollen, wie es mit Victor und Benji nach dem Cliffhanger-Ende von Staffel 2 weitergeht.
Anlässlich des Starts von Staffel 3 sprachen die Hauptdarsteller Michael Cimino (Victor) und George Sear (Benji) mit der Jugendzeitschrift Bravo darüber, was die Serie für sie bedeutet hat. Ein zentraler Punkt: Sie hätten durch «Love, Victor» gelernt, mutiger zu sein und zu sich selbst zu stehen.
In der Bravo erfährt man, dass die Staffel damit endet, dass Victor einen Award für seine Tapferkeit erhält. Er weiss allerdings nicht, ob er den Preis annehmen soll, weil er ihn «nur» dafür bekommen soll, dass er sich als schwul geoutet hat und offen dazu steht. Ist das genug, um sich tapfer zu nennen?
Letztendlich nimmt Victor den Preis entgegen, heisst es, und dankt seinen Freund*innen Felix, Mia und Benji, weil sie ihm gezeigt habn, was es bedeutet, mutig zu sein. (MANNSCHAFT berichtete über die Reaktionen von Fans auf die Ankündigung, dass die Serie nach der dritten Staffel enden werde.)
Sich annehmen, wie man ist Die Bravo fragt Cimino, was es für ihn selbst bedeute, mutig zu sein. Der 22-Jährige erzählt, dass es für ihn als Aussenseiter und Kind immer ein Kampf gewesen sei, sich einzubringen bei Dingen, an die er glaube. Er habe lange nicht gewusst, wie er das anstellen solle.
Dass das nun anders ist, verdankt er der Arbeit an «Love, Victor», so Cimino. «Wegen dieser Serie habe ich das Gefühl, dass ich es jetzt wirklich kann.» Der Jungstar ergänzt, es habe wirklich einen grossen Unterschied in seinem Leben gemacht, an der Serie mitzuarbeiten. Und es habe ihm dabei geholfen, sich so anzunehmen, wie er sei. (MANNSCHAFT berichtete über Michael Cimino, der es mit der Serie auf die Liste der einflussreichsten neuen Schauspieler*innen in Hollywood schaffte.)
George Sear sieht das ähnlich. Der 24-Jährige wird von der Bravo zitiert mit den Worten: «Ja, ich denke, mutig zu sein bedeutet, authentisch zu sein und zu sich selbst zu stehen. Für das einzutreten, woran man glaubt, auch wenn es schwierig sein kann und man mit Widrigkeiten konfrontiert wird.»
Szene auf dem Riesenrad In einem Vorschaubild zur neuen Staffel sieht man die beiden in einem Riesenrad sitzen, darunter den Text: «Meet us at the Ferris wheel.» Eine deutliche Anspielung auf den Film «Love, Simon», der bekanntlich mit der Riesenrandszene zum Happyend kommt.
Zur Erinnerung: In der zweiten Staffel kam 2021 Rahim (gespielt von Anthony Keyvan) als neuer Mitschüler dazu. Seine Familie sei aus dem Iran geflüchtet, erzählt er, und spricht über seine «super traditional and super Muslim»-Eltern, die jetzt in Atlanta leben. Rahim will die «Zustimmung» seiner Eltern zu seiner Homosexualität, und er will das, was Victor mit Benji hat. So sagt er’s zumindest.
Victors Mutter gibt Rahim in Staffel 2 Ratschläge fürs Coming-out, während sie zuvor aufs Coming-out ihres eigenen Sohnes nicht sonderlich positiv reagiert hatte.
Was mit Rahim – mit oder ohne Victor – am Ende von Staffel 3 passiert, muss man abwarten. Auf dem Vorschaubild zur dritten Staffel ist er jedenfalls zu sehen unter der Überschrift: «One last chance to feel the love.»
In einen vorab veröffentlichten Trailer konfrontiert derweil Benjis Vater seinen Sohn damit, dass er in der Family-Cloud lauter Nacktbilder gefunden habe und wissen will, wo diese Männerfotos herkommen.
Auch wenn er die Homosexualität seines Sohnes akzeptiert habe, seien diese Bilder für ihn zu viel, behauptet er. Wie «mutig» Benji mit der Situation umgeht, wird in dem Trailer nicht ganz klar. Einen Tapferkeitspreis wird er vermutlich nicht fürs Handling der Lage bekommen.
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