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Kein Platz für Hass, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie!

Gil Ofarim hat Anzeige gegen das Westin Leipzig erstattet

Gil Ofarim
ARCHIV - 19.08.2021, Berlin: Der Musiker und Sänger Gil Ofarim kommt zu einem Photocall im Hotel de Rome. Gil Ofarim hätte sich bei dem von ihm geschilderten antisemitischen Vorfall in einem Leipziger Hotel Unterstützung von anderen Gästen gewünscht. (Zu dpa «Musiker Ofarim: Hätte mir Unterstützung von anderen Gästen gewünscht») Foto: Gerald Matzka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach den Antisemitismus-Vorwürfen gegen einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels hat der Musiker Gil Ofarim Anzeige in München erstattet.

Ermittler der sächsischen Polizei waren dafür am Dienstag in der bayerischen Landeshauptstadt und vernahmen Ofarim, wie die Leipziger Polizei am Mittwoch mitteilte. Details zu den Anzeigeninhalten nannte der Sprecher nicht. Die Ermittlungen führt demnach die Kriminalpolizei Leipzig in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

 

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Ofarim schrieb am Dienstag auf Instagram, dass er eine Strafanzeige gegen den Mitarbeiter des Hotels «The Westin Leipzig» gestellt habe. In den letzten Tagen habe er in Interviews alles gesagt, was er zu dem Thema sagen könne. Er hoffe, dass er nach diesen «turbulenten Tagen» etwas zur Ruhe komme.

Ofarim schrieb weiter, er wolle allen für unfassbar viele, sehr persönliche Nachrichten danken und sei überwältigt, was für eine Solidarität ihm und diesem wichtigen Thema aus der ganzen Welt entgegengebracht werde. Es dürfe keinen Platz für Hass, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Diskriminierung jeglicher Art geben.


In dem Hotel soll sich auch schon ein homofeindlicher Vorfall zugetragen haben (MANNSCHAFT berichtete).

Ofarim hatte in der vergangenen Woche in einem Video geschildert, dass ihn ein Hotelmitarbeiter aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen. Ofarim ist der Sohn des israelischen Musikers Abi Ofarim (1937-2018) und in Deutschland aufgewachsen.

Der Staatsanwaltschaft Leipzig liegen bislang mehrere Anzeigen zu dem Vorfall vor einer Woche vor – auch von dem beschuldigten Hotelmitarbeiter wegen Verleumdung. Er schildert nach früheren Angaben die Vorkommnisse anders als der Künstler.


Durch Corona haben «Aggression und Hetze haben zugenommen», hat der Präsident des Zentralrats der Juden kürzlich erklärt: Er vermisse Respekt und Anstand (MANNSCHAFT berichtete).


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