K-Pop-Band BTS spielt zwei Konzerte in München
Vor zwei Wochen kündigte die erfolgreichste Band Südkoreas nach vierjähriger Pause ein neues Album an. Ab April will die Band auf Tour gehen und kommt auch nach Deutschland.
Die südkoreanische Erfolgsband BTS geht ab April auf Welttournee und kommt dabei auch für zwei Konzerte nach München. Die siebenköpfige Gruppe will am 11. Juli und am 12. Juli in der Allianz Arena auftreten, wie aus dem Tourkalender auf der Internetseite der Band hervorgeht. Die Schweiz und Österreich stehen nicht auf dem Plan.
Die Band will demnach bis nächstes Jahr unterwegs sein und macht dabei Stopp in vielen grossen Städten überall auf der Welt, darunter Tokyo, São Paulo und Los Angeles. In Europa tritt die Band auch in Paris, London, Madrid und Brüssel auf. Weitere Termine sollen folgen. Die Konzerte in München sind bislang die einzigen in Deutschland.
BTS hatten vor zwei Wochen ihr erstes Album seit vier Jahren angekündigt, das am 20. März erscheinen soll. Das bisher letzte Album der Gruppe («Proof») stammt aus dem Jahr 2022. Seither war die K-Pop-Band zu einer längeren Pause gezwungen, weil die Mitglieder ihren Militärdienst ableisten mussten.
In Südkorea müssen alle tauglichen Männer einen verpflichtenden Wehrdienst von 18 bis 21 Monaten absolvieren. Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage in direkter Nachbarschaft zum atomar hochgerüsteten Nordkorea.
BTS gehört zu den erfolgreichsten Gruppen in der südkoreanischen Popmusik, die auch unter dem Sammelbegriff K-Pop bekannt ist. Mit Hits wie «Dynamite» und «Permission to Dance» hatte die Boygroup die Charts gestürmt. Ihre Debütsingle «No More Dream» veröffentlichte BTS im Juni 2013.
Um verschiedene Länder wird die Band auf ihrer wohl einen Bogen machen. Im streng religiösen Pakistan etwa steht BTS im Verdacht, Homosexualität zu «bewerben». In Russland wurden BTS-Bilder abgelehnt aus Angst, sie könnten Homosexualität bewerben. Dortr hatte eine Druckerei sich geweigert, Fotos als Poster auszudrucken für ein Café, das sich auf K-Pop spezialisiert hatte. Zur Begründung hiess es, man wolle nicht, dass «Kinder zu Perversen werden». (MANNSCHAFT berichtete)
Die Druckerei hatte den Auftraggeber*innen nach Sichtung der Fotos eine Textnachricht geschickt mit der Frage: «Verstehe ich das richtig, dass diese Menschen eine nicht-traditionelle Orientierung haben?» Darauf folgte der Nachsatz: «Wir drucken das nicht.»
Die Jungs von BTS haben sich derweil schon öfter für LGBTIQ-Rechte ausgesprochen. Dabei wiesen sie explizit darauf hin, wie wichtig es sei, solche Rechte zu respektieren, um die «geistige Gesundheit» ihrer Fans zu garantieren.
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