Dieser Gag über Jonathan Bailey fiel bei Golden Globes weg
Moderatorin Nikki Glaser wollte über offen und nicht-offene Schwule scherzen
Bei den Golden Globe Awards sorgten die Stars der schwulen Erfolgsserie «Heated Rivalry» für einen der queersten Momente der Gala. Moderatorin Glaser hat jetzt verraten, welche Gags es nicht in die Show schafften.
Nikki Glaser ist als Stand-up-Komödiantin, Podcasterin und Talkshow-Moderatorin bekannt. Als Schauspielerin hatte sie kleine Rollen in TV-Serien oder Komödien wie «Dating Queen». Bei der 82. Preisvergabe im vorigen Januar stand sie erstmals als Moderatorin auf der Bühne - als erste Frau in der langen Globe-Geschichte, die alleine durch die Show führte. Zu früheren Gastgeber*innen gehörte das Frauen-Duo Tina Fey und Amy Poehler, sowie Comedias wie Ricky Gervais, Jo Koy oder Seth Meyers.
Als Moderatorin goss Glaser dieses Jahr in Los Angeles eine Menge Öl ins Feuer und lästerte launig über anwesende Promis. Aber bestimmte Gags liess sie bei den Golden Globes auch weg. Sie verriet jetzt nachträglich, welche fiese Bemerkungen sie geplant hatte, unter anderem über queere Stars.
«Jonathan Bailey ist hier», so Glaser. «Jonathan ist der erste offen schwule Mann, der vom People Magazine zum ‚Sexiest Man Alive‘ gekürt wurde (MANNSCHAFT berichtete). Zuerst dachte ich: ‚Muss man das wirklich erwähnen: offen schul?‘ Dann habe ich mir die Liste der bisherigen Gewinner angesehen und dachte: ‚Oh ja, müssen wir.‘ »
«Dieses Jahr gab es einen Film, in dem Sydney Sweeney eine Lesbe spielte, die zwei Stunden lang in knappen Shorts herumhüpfte.»
Ein weiterer Gag, den sie nicht machte, war: «Heute Abend ist ein Abend zum Feiern, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es in Hollywood gerade eine seltsame Zeit ist. Die Leute gehen einfach nicht mehr ins Kino. Wenn ihr mir nicht glaubt: Dieses Jahr gab es einen Film, in dem Sydney Sweeney eine Lesbe spielte, die zwei Stunden lang in knappen Shorts herumhüpfte – und der hat gerade mal 14 Dollar eingespielt.»
Für die grossen Stars hatte Glaser auch ein paar bissige Bemerkungen auf Lager: «Leo (DiCaprio), warum kneifst du immer die Augen zusammen? Ich nehme an, du willst den Ausweis deiner Freundin lesen. Nur sichergehen, dass die Jahreszahl mit einer 2 anfängt.»
Und: «Julia Roberts ist für ‚After the Hunt‘ nominiert. Ich weiss nicht, worum es geht, aber ich nehme an, die Jagd bestand darin, jemanden zu finden, der den Film gesehen hat?» (mit dpa)
Helge Fuhst wechselt von «Tagesthemen» zu Springer: Der offen schwule ARD-Journalist sei ein «ausgezeichneter Medienmanager», heisst es dort (MANNSCHAFT berichtete).