«Werden sie nie vergessen» – Ex-Fussball-Europameisterin Anouschka Bernhard ist tot

Bayern, Grossbardorf: Die damalige Trainerin Anouschka Bernhard während der U17 EM-Qualifikationsrunde. Die ehemalige Fußball-Nationalspielerin Anouschka Bernhard ist tot. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unter Berufung auf die Familie mitteilte, verstarb die 55-Jährige am Donnerstag nach schwerer Krankheit.
Anouschka Bernhard (Bild: Scheuring/Foto Huebner/dpa)

Die frühere Nationalspielerin Anouschka Bernhard stirbt nach langer Krankheit. Auch als Trainerin durfte sie Erfolge feiern.

Die ehemalige Fussball-Nationalspielerin Anouschka Bernhard ist tot. Wie der Deutsche Fussball-Bund (DFB) unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb die 55-Jährige am Donnerstag nach schwerer Krankheit. «Wir erinnern uns an Anouschka Bernhard als aussergewöhnliche Fussballerin, grossartige und erfolgreiche Trainerin, aber insbesondere als liebenswerten Menschen und tolle Persönlichkeit», sagte die DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfussball, Heike Ullrich.

Wie der Verband trauert auch die Funktionärin um einen Menschen, der viele Spuren auf den Fussballplätzen in der ganzen Welt und in den Herzen zahlreicher Menschen hinterlassen habe. «Wir werden sie nie vergessen», sagte Ullrich.

Nach der Karriere als Trainerin unterwegs Bernhard feierte mit dem FSV Frankfurt in den 1990er Jahren ihre grössten sportlichen Erfolge. Zweimal wurde sie deutsche Meisterin und holte zudem den DFB-Pokal. Für die Nationalmannschaft kam sie 47-mal zum Einsatz, wurde 1995 Vizeweltmeisterin und Europameisterin. Im Jahr 2008 hatte sie sich einer Doku von Filmemacher Aljoscha Pause über Homosexualität und Fussball geoutet.

Nach dem Ende ihrer Laufbahn führte Bernhard fünf Jahre lang ihre Frankfurterinnen als Trainerin. Danach übernahm sie unter anderem die Studentinnen-Nationalmannschaft und war Jugendkoordinatorin bei Hertha BSC. Nach ihrer Ausbildung zur Fussballlehrerin 2009 arbeitete sie beim DFB im Nachwuchs. Viermal gewann sie mit den U17-Juniorinnen den EM-Titel. 2020 wurde sie zudem Verbandssportlehrerin des Schleswig-Holsteinischen Fussballverbandes.

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