«Elska» zeigt die Männer von Pristina: Queeres Leben auf dem Balkan

Neue intime Porträts und persönliche Geschichten aus Kosovos Hauptstadt

Art ist einer von neun porträtierten Männern aus Pristina, Skopje und Thessaloniki.
Art ist einer von neun porträtierten Männern aus Pristina, Skopje und Thessaloniki. (Bild: Elska)

Das Fotografiemagazin «Elska» widmet seine neueste Ausgabe der kosovarischen Hauptstadt Pristina – und erweitert den Blick erstmals auf mehrere Städte im südlichen Balkan.

Nach Ausgaben aus Städten rund um den Globus schliesst das Projekt mit der 56. Veröffentlichung «Elska Pristina» eine geografische Lücke. Die Fotografen Liam Campbell und Philip Mowbray bereisen den Kosovo und den südlichen Balkan und rücken dabei das Leben von schwulen und queeren Männern in den Fokus – mit ehrlicher Fotografie und sehr persönlichen Geschichten über den queeren Alltag.

Neben dem Printmagazin gibt es auch eine Onlineausgabe mit weiteren Bildern.
Neben dem Printmagazin gibt es auch eine Onlineausgabe mit weiteren Bildern. (Bild: Elska)

«Nach über zehn Jahren Elska in Städten weltweit wurde mir klar, dass wir eine grosse Lücke auf dem Balkan hatten», sagt Herausgeber und Chef-Fotograf Liam Campbell. «Pristina, die Hauptstadt des jüngsten Landes Europas, ist ein faszinierender Ort. Deshalb wollten wir dieser Ausgabe gerecht werden und haben erstmals mit einem zweiten Künstler zusammengearbeitet.» Mit dem Glasgower Fotografen Philip Mowbray bringe die Ausgabe eine neue visuelle Perspektive ins Projekt. Seine Stärke in der Umgebungsfotografie ergänze Campbells Porträtarbeit und sorge für ein vielschichtiges Bild der Region.

Die Pristina-Ausgabe markiert gleich mehrere Premieren in der Geschichte von Elska. Erstmals verfolgt das Magazin eine Reise über mehrere Städte hinweg – neben Pristina auch mit Stationen in Skopje (Nordmazedonien) und Thessaloniki (Griechenland). Zudem teilen sich erstmals vier Autoren das Storytelling: Neben Campbell und Mowbray schreiben auch Haki Haliti sowie der nordmazedonische Poet Aleksandar Kochovski. Ebenfalls neu ist der Einsatz analoger Filmfotografie, die den urbanen Balkan-Landschaften eine besonders rohe und authentische Ästhetik verleiht.

Nathan
Nathan zuhause in seinen vier Wänden. (Bild: Elska)

Im Zentrum der Ausgabe stehen neun Männer aus der queeren Community. Jeder von ihnen erhält ein eigenes Kapitel mit Fotos aus seinem Alltag – auf den Strassen seiner Stadt, in seinem Zuhause, in seinem eigenen Stil – ergänzt durch persönliche Texte, die einen Einblick in das queere Leben auf dem Balkan geben. Das Ergebnis ist ein intimes und authentisches Porträt schwuler Männer aus einer Region, die international oft wenig Beachtung findet.

«Elska Pristina» erscheint als Sammlerausgabe in Print sowie als E-Book. Ergänzt wird sie durch das digitale Magazin Elska Ekstra Pristina, das zusätzliche Geschichten und Hunderte unveröffentlichte Fotos enthält. Zusätzlich ist – solange der Vorrat reicht – ein Set mit zehn ausgewählten A5-Fotoprints erhältlich. Die Publikationen können online sowie in ausgewählten Shops weltweit bestellt werden.

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Aleksandar in den Strassen von Pristina.
Aleksandar in den Strassen von Pristina. (Bild: Elska)
Erstmals waren bei dieser Ausgabe von «Elska» zwei Fotografen im Einsatz
Erstmals waren bei dieser Ausgabe von «Elska» zwei Fotografen im Einsatz (Bild: Elska)

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