Team LGBTIQ beendet Olympische Spiele so erfolgreich wie nie
Die Athlet*innen des Teams LGBTIQ beenden die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand mit einem starken Ergebnis im Medaillenspiegel.
Die offen queeren Athlet*innen gewannen bei den Winterspielen in Mailand insgesamt elf Medaillen in verschiedenen Sportarten – so viele wie nie zuvor für das LGBTIQ-Team, berichtet das Portal Outsports. Damit belegten sie gemeinsam den 13. Platz im Medaillenspiegel, der nach der traditionellen olympischen Rangliste – Gold, Silber und Bronze – erstellt wird.
In der Gesamtwertung erreicht das Team LGBTIQ den 13. Platz.
Unter den Medaillen-Gewinnern ist u.a. Bruce Mouat. Mit Schottland wurde er schon zweimal Weltmeister und viermal Europameister, 2022 führte der offen schwule Athlet das Team Grossbritannien bei den Olympischen Spielen von Peking zu Silber, und auch bei diesen Spielen in Italien holte er Silber.
«Das Coming-out war eine schwere Zeit für mich», erzählte Mouat in einem Interview mit BBC Sport. «Die erste Person, der ich davon erzählt habe, war ein Sportpsychologe, weil ich sportlich keine guten Leistungen gezeigt habe.» Mouat outete sich 2014 gegenüber seinen Teamkollegen, damals war er 19. Rückblickend habe dieser Schritt sowohl sein Privatleben als auch seine Karriere nachhaltig verändert. «Ich habe Curling damals nicht wirklich genossen, aber ich glaube, dass mir das Coming-out sehr geholfen hat, mich im Umfeld des Teams wohlzufühlen.»
Insgesamt gewannen 19 der offen queeren Athlet*innen eine Medaille, was 37 % aller Mitglieder des LGBTQ-Teams entspricht – eine beachtliche Leistung. Betrachtet werden die queeren Sportler*innen insgesamt wie eine Nation.
Bei der Medaillenverteilung gab es 5mal Gold, 2mal Silber und 4mal Bronze.
Das Team LGBTIQ setzt sich aus allen offen queeren Athlet*innen zusammen, die an den Olympischen Spielen teilgenommen haben. Es besteht aus 49 Athlet*innen und wäre damit das neunzehnt-grösste Kontingent. Das grösste Kontingent stellt das Team USA mit 233 Athlet*innen, gefolgt von Kanada mit 210.