Die Geschichte von Mike Pences schwulem Kaninchen jetzt auch auf Deutsch
Das Bilderbuch über Marlon Bundo, das schwule Kaninchen von US-Vize Mike Pence, ist in deutscher Sprache erschienen.
Der Riva Verlag in München veröffentlichte das Bilderbuch «Ein Tag im Leben von Marlon Bundo». Es ist die deutsche Übersetzung des Buches von Talkshow-Moderator John Oliver, das wiederum eine Parodie von «A Day in the Life of Marlon Bundo» ist – ein Bilderbuch über das Kaninchen der Familie Pence.
Das offizielle Buch schildert das tägliche Leben von Mike Pence als Vizepräsident der USA aus dem Blickwinkel von Kaninchen Marlon Bundo, das ihn nicht selten an Termine ins Weisse Haus begleitet. Tochter Charlotte Pence schrieb den Text und Ehefrau Karen illustrierte die Bilder dazu. Im März 2018 stieg «A Day in the Life of Marlon Bundo» auf Platz 5 der New-York-Times-Bestellerliste für Kinderbücher ein, die Parodie überholte es in den darauffolgenden Wochen und erreichte Platz 1. Innert wenigen Tagen war John Olivers Version ausverkauft und eine neue Auflage musste bestellt werden.
Die Parodie von John Oliver hat nichts mit dem Leben von Mike Pence zu tun, denn «er ist ein alter Langweiler», sagt das Kaninchen am Anfang des Buches. Stattdessen begleiten wir Marlon Bundo auf Entdeckungstour rund um die Villa Pence. Beim Umherhoppeln trifft er ein anderes Kaninchen namens Wesley, mit dem er sich auf Anhieb gut versteht. Die beiden verlieben sich ineinander und möchten fortan jeden Tag gemeinsam verbringen – wäre da nicht die «Stinkwanze» (wer wohl damit gemeint ist?), die ihnen das Heiraten verbieten will.
Die Parodie ist gespickt mit politischen Anspielungen. Als Gegner der Ehegleichstellung homosexueller Menschen und der Evolutionstheorie gilt Pence als konservativer Hardliner. In der Talkshow von Ellen DeGeneres sprach Oliver über sein Buch und darüber, wie er dem Vizepräsidenten damit einen Denkzettel verpassen will.
Die «Poetik und Liebe zum Detail» zeichne es als gutes Kinderbuch aus und verfüge zudem über politische Botschaften zwischen den Zeilen für Erwachsene, schrieb der New Yorker. «Common Sense Media» lobte das Buch für seine «positiven Botschaften» und «guten Vorbildern» und stufte es für Kinder ab vier Jahren ein.
Die Autoreneinnahmen der Parodie – auch der deutschen Übersetzung – werden vollumfänglich an zwei LGBTIQ-Stiftungen gespendet, «The Trevor Project» und «Aids United».
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