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Die Sommer-Ausgabe der MANNSCHAFT bringt dich durch die Pride-Saison

Wir stellen dir «Damaged Goods» und «Moneyboys» vor

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Newcomer Antonije Stankovic spielt in «Damaged Goods» den schwulen Hugo. (Bild: Fabian Raabe)

Happy Pride! Die Sommer-Ausgabe der MANNSCHAFT spricht mit Pride-Organisator*innen über die Gratwanderung zwischen politischem Kampf und kommerziellen Partys. Als junge und auch ziemlich queere Sportart erobert Quidditch die Sportwelt. Ab Juli dürfen in der Schweiz endlich auch Homosexuelle heiraten. Zwei Paare erzählen, wie sie ihr Fest der Liebe organisierten.

Story 1: Hoch gestapelt, tief gefallen
Der Sänger, Schauspieler und Architekt Matthias Rödder ist wie gelähmt, als er erfährt, dass er einem Hochstapler aufgesessen ist. Vier Jahre war er mit einem Mann zusammen, dessen gesamte Biografie auf Lügen fusste.

Story 2: Wir feiern die Liebe
Nach Deutschland und Österreich dürfen ab dem 1. Juli endlich auch gleichgeschlechtliche Paare in der Schweiz heiraten. Zwei Paare erzählen von ihrem schönsten Tag.

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Für Deborah und Marisa gehört ein grosses Fest mit Freund*innen und Familie zur Hochzeit dazu. (Bild: Alessandro Ghedina)

Story 3: Vom Zaubersport zur queeren Nische
Quidditch wurde erfunden von einer transfeindlichen Schriftstellerin – und wird nun von einer queer-inklusiven Community jenseits der Harry-Potter-Welt gespielt. Was macht den Nischensport so LGBTIQ-freundlich? Und wie sehen das queere Spieler*innen? Ein Besuch beim Schweizer Nationaltraining.


Story 4: Meine Grenzerfahrung
Der Umzug vor zehn Jahren aus der Ukraine nach Deutschland war ein grosser Befreiungsschlag: Endlich konnte ich offen als Schwuler leben. Niemals hätte ich gedacht, mich eines Tages wieder verstecken zu müssen – schon gar nicht in den eigenen vier Wänden. Doch als meine Mutter, meine Schwägerin und meine Nichte nach Kriegsausbruch bei mir einzogen, wurde genau das zum Alltag.

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Sascha nahm nach Kriegsausbruch seine Familie aus der Ukraine bei sich auf – und machte den Schritt zurück «in the closet». (Bild: zvg)

Story 5: Zwei Frauen bebrillen die Welt
Zwei Zürcherinnen, unaufgeregt und selbstbewusst. Ein kleines Brillenlabel namens «Sol Sol Ito», das sich zwischen Beverly Hills und Tokio ausbreitet. Zudem ein nichtbinäres Schweizer Model und eine Mission: Normen aufbrechen. Das ist die Geschichte von Sandra Kaufmann und Monika Fink.

Sandra Kaufmann (links) und Monika Fink vor ihrem Atelier in Zürich. (Bild: Nina Maria Glahé)

Story 6: Der bunte Fleck in Film und Fernsehen
Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Fragen, auf die viele Menschen irgendwann in ihrem Leben eine Antwort suchen. Dankbarer Stoff für Coming-of-Age-Geschichten. Nun entdeckt das deutsche Fernsehen auch nichtbinäre Menschen. Doch nach oben ist noch eine Menge Luft.


Story 7: Erst feiern, dann «uitwaaien» 
Auf der Pride in Amsterdam die Liebe feiern und sich danach auf den Watteninseln vom Wind durchblasen lassen: für Karl Krause und Daan Colijn eine unschlagbare Kombination. Nachahmung empfohlen.

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Karl (links) und Daan zeigen, wie man nach einem anstrengenden Pride-Wochenende richtig entspannt. (Bild: Couple of Men)

Story 8: Mächtig ohnmächtige Männer
Von Selbstherrlichkeit über Selbstüberschätzung bis hin zu Selbstzerstörung: Das Modell des starken, machistischen und allmächtigen Mannes hat ausgedient. Die Welt braucht positive Konzepte von Geschlechtern beziehungsweise Menschlichkeit, meint Predrag Jurisic in seinem Essay.

Story 9: Die Pride im Wandel der Zeit
Im Sommer ist die Pride überall. Doch das war nicht immer so. Von den ersten schwulen Demos in den Siebzigern bis hin zu den grossen Pride-Festivals unserer Gegenwart. Über die Gratwanderung zwischen politischem Kampf und kommerziellen Partys. Von dem Erbe und der Zukunft der Generationen und über vieles mehr diskutieren die lesbische Geschäftsführerin der Vienna Pride, ein schwuler Zeitzeuge und der erste trans Mann im Vorstand der Zurich Pride.

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Demo der Zurich Pride 2019 (Bild: CC BY-ND 2.0)

Ausserdem in der #109

«Dank Hugo kann ich erstmals meine Miete zahlen»
Im Juli startet die neue Dramedy-Serie «Damaged Goods» auf Amazon Prime. Der Newcomer Antonije Stankovic spielt darin den schwulen Hugo, der sich mit seiner Chaos-Clique durch Herzschmerz, Existenzängste und andere Widrigkeiten des Lebens hilft.

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Hugo – gespielt von Antonije Stankovic (rechts) – kämpft um ein authentisches Leben als junger schwuler Mann. (Bild: Prime Video, Marc Reimann)

«Man muss Menschen den Raum geben, sich zu verändern»
Seit Februar ist Scott Miller der neue US-Botschafter für die Schweiz und Liechtenstein. Der Einsatz für die Gleichstellung werde nie abgeschlossen sein, sagt der ehemalige Unternehmensberater und Philantrop im Interview.

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Scott Miller will sich während seiner Zeit als US-Botschafter mit der LGBTIQ-Community austauschen. (Bild: Raffi p.n. Falchi/Mannschaft Magazin)

5 Fragen an Kat Frankie
Die queere Songwriterin ist eine feste Indie-Pop-Grösse. Auf ihrem neuen Album «Shiny Things» nennt die gebürtige Australierin die Dinge beim Namen und weist auf Ungerechtes hin.

«Ich begann mich zu fragen, wozu man eigentlich lebt»
C.B. Yis erster Langfilm «Moneyboys» handelt von einem Mann, der als Escort arbeitet, um seine Familie zu ernähren – diese akzeptiert das Geld, jedoch nicht seine Homosexualität. In Cannes feierte der Film letztes Jahr Weltpremiere und wurde seitdem mehrfach ausgezeichnet. Wir sprachen mit dem in Wien lebenden Regisseur.

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Rehabilitierung von §175-Opfern: Frist verlängert

«Queer History – Ein langer Weg zur Gleichberechtigung»

TV-Premiere: «Queer History – Ein langer Weg zur Gleichberechtigung»