Joe Biden an trans Community: «Der Präsident steht hinter Euch»
Trumps Nachfolger ist an diesem Donnerstag 100 Tage im Amt
US-Präsident Joe Biden hat in seiner ersten Rede vor beiden Kongresskammern allen trans Personen in den Vereinigten Staaten seine Unterstützung zugesagt.
«An alle Transgender-Amerikaner, die zu Hause zuschauen – insbesondere die jungen Leute, die so mutig sind: Ich möchte, dass ihr wisst, dass der Präsident hinter Euch steht», sagte Biden am Mittwochabend (Ortszeit) im Kapitol. Er hoffe zudem sehr, dass die Volksvertreter*innen den «Equality Act» zum Schutz von Angehörigen der LGBTQ-Community vor Diskriminierung verabschieden würden. Dafür muss das Gesetz eine Mehrheit im Senat erhalten.
Erst kürzlich hatte seine Regierung eine weitere Anti-LGBTIQ-Richtlinie von Vorgänger Donald Trump beendet. Durch sie konnten Obdachlosenunterkünfte, die Bundesmittel erhalten, trans Personen ausschliessen.
«Der Zugang zu sicherem, stabilem Wohnraum und Obdach ist eine grundlegende Notwendigkeit», sagte Marcia Fudge, Sekretärin für Wohnungswesen und Stadtentwicklung (HUD). «Heute machen wir einen entscheidenden Schritt, um das Engagement von HUD zu bekräftigen, dass niemandem aufgrund seiner Geschlechtsidentität der Zugang zu Wohnraum oder anderen kritischen Dienstleistungen verweigert wird.» (MANNSCHAFT berichtete).
Joe Biden hat in seiner ersten Ansprache als US-Präsident vor beiden Kongresskammern einen amerikanischen Neuanfang nach der Ära seines Amtsvorgängers beschworen. «Nach 100 Tagen der Rettung und Erneuerung ist Amerika bereit zum Abheben. Wir arbeiten wieder. Träumen wieder. Entdecken wieder. Führen die Welt wieder an», sagte Biden am Mittwoch (Ortszeit) im Kapitol.
Hoffnungsvoll äusserte sich der Demokrat mit Blick auf die Corona-Pandemie und warb für billionenschwere Pläne, mit denen er tiefgreifenden Wandel in dem Land herbeiführen will. Biden versprach eine Zukunft, in der der Staat den Menschen diene, ihnen Möglichkeiten eröffne und «Fairness und Gerechtigkeit» garantiere.
Biden ist an diesem Donnerstag 100 Tage im Amt. Der 78-jährige Demokrat löste am 20. Januar den Republikaner Donald Trump im Weissen Haus ab und prägt seither einen gänzlich anderen Stil. Trotz der bisherigen Blockadehaltung der Republikaner im US-Kongress stimmte Biden am Mittwoch versöhnliche statt konfrontative Töne an.
Die erste Rede eines neu gewählten US-Präsidenten bei einer gemeinsamen Sitzung des Repräsentantenhauses und des Senats im US-Kapitol wird traditionell nicht als Rede zur Lage der Nation bezeichnet, die ansonsten jährlich erfolgt.
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