David Bowie zum 10. Todestag: Neue Doku, neuer Streaming-Erfolg
Der in London geborene David Bowie hatte mit Alben wie «The Rise and Fall of Ziggy Stardust», «Heroes» und «Let’s Dance» Musikgeschichte geschrieben. Die bisexuelle Ikone starb am 10. Januar 2016 in New York.
Das Image von David Bowie ist bis heute äusserst positiv besetzt: ein höflicher Mensch, der für Genderfluidität eintrat, musikalische Experimente wagte und als Popikone Geschichte schrieb. Was macht die Person Bowie, den Künstler und seine Kunstfiguren wie Ziggy Stardust oder Aladdin Sane heute noch spannend? Darum geht es in einer neuen ZDF-Doku, die am Freitag ausgestrahlt wird und schon jetzt in Mediathek steht.
In der Nähe von London trifft Jo Schück den Künstler George Underwood, einen Schulfreund Bowies, der bis zu dessen Tod eng mit ihm verbunden war. Underwood ist selbst Maler, entwarf einige Plattencover und erzählt von seiner besonderen Beziehung zu Bowie.
In New York spricht Jo mit Tony Visconti, einer Produzenten-Legende, die Bowies Karriere von den frühen 70ern bis zum letzten Album prägte. Visconti berichtet von persönlichen Momenten und verrät, dass er einer der Wenigen war, die von Bowies Krankheit und bevorstehendem Tod wussten.
Mitte der 70er Jahre zog Bowie nach Berlin, um seine Drogenexzesse zu überwinden. In den legendären Hansa Studios entstanden wichtige Alben, produziert von Tony Visconti. Jo Schück besucht die Produktionsstätten, trifft dort einen prominenten Musiker und erlebt, wie Berlin Bowies Musikgeschichte geprägt hat. Im Berliner Ensemble widmet Alexander Scheer Bowie einen ganzen Theaterabend mit «Heroes».
Bowie war nicht nur Musiker, sondern auch ein leidenschaftlicher Leser. Jo Schück spricht mit Frank Schätzing, der in seinem Roman «Spaceboy» Bowies Einfluss beschreibt, und mit Alli Neumann, die sich von Bowie inspirieren lässt und seine Freiräume für Künstler feiert.
Anlässlich von Bowies 79. Geburtstag am Donnerstag und seinem 10. Todestag am Samstag erinnerten seine Witwe Iman und seine Tochter Lexi auf Instagram an den Ausnahmemusiker, dessen Song «Heroes» gerade auf den Streaming-Portalen neue Erfolge feiert.
Der Song aus dem Jahr 1977 verzeichnete laut Rolling Stone in den letzten fünf Monaten durchschnittlich rund 94'000 digitale Streams am Tag. Nach Silvester – als der Song in der finalen Folge von «Stranger Things» lief (MANNSCHAFT berichtete) – gab es Aufwind für den Song: Am 1. Januar wurden 342'000 Streams erreicht, am Tag drauf waren es 456'000 und am 3. Januar sogar 470'000.
Gegenüber dem Netflix-Magazin Tudum verrieten die Duffer-Brüder, dass Joe Keery, der in der Serie Steve Harrington spielt, vorgeschlagen hatte, den Bowie-Song als perfekten Abschluss für den Abspann zu verwenden. Es sei auch eine nostalgische Anspielung auf Peter Gabriels Cover des Songs gewesen, die zuvor in der Serie zu hören war.
Irischer Hurling-Star gibt Verlobung mit langjährigem Partner bekannt: Dónal Óg Cusack und Nathan Adams wagen den nächsten Schritt (MANNSCHAFT berichtete).