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Zwei «frauenhassende» Schwule zerstückeln mutmassliche Lesbe?

In England wurde diese Woche ein Männerpaar für schuldig befunden, eine 42-Jährige grausam ermordet zu haben. Einer der Täter behauptete, in Panik reagiert zu haben, weil sie «Annäherungsversuche» gemacht habe

schwule Psychopaten
Nathan Maynard-Ellis (l.) und David Leesley wurden schuldig gesprochen, Julia Rawson ermordet zu haben (Fotos: West Midlands Police)

Im britischen Städtchen Tipton, in den West Midlands, wurde diese Woche vor Gericht ein «frauenhassendes schwules Paar» für schuldig befunden, eine «Lesbe» in seine Wohnung gelockt und brutal zerstückelt zu haben. Achtung, Triggerwarnung!

Britische Medien wie The Guardian berichteten jetzt angesichts des Schuldspruchs über den Fall, der sich bereits im Mai 2019 ereignete. Es geht um Nathan Maynard-Ellis (30), der eine Obsession für Serienmorde haben soll, und seinen Partner David Leesley (25). Die beiden leben in einer Wohnung, die wie ein Horrorfilmset aussieht, in Zeitungen ist die Rede von einem «flat of horrors»: Es gibt dort eine Werkbank, die mit allen möglichen Werkzeugen ausgerüstet ist, inklusive einer Axt, ausserdem ist das Apartment voller präservierter und ausgestopfter Tiere, Schlangen und anderen Reptilien, blutiger selbstgebastelter Masken sowie Chuckie-Puppenköpfen. Die West-Midlands-Polizei veröffentlichte dazu ein Tatortfoto.

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Die Werkbank von Nathan Maynard-Ellis und David Leesley in ihrer Wohnung (Foto: West Midlands Police)

Filmstudent mit Faible für Serienmord
Maynard-Ellis sei ein ehemaliger Filmstudent, hiess es, der die damals 42-jährige Julia Lawson am 11. Mai 2019 in einer Bar in Dudley zufällig getroffen habe. Er habe sie überredet, mit zu sich nachhause zu kommen. Angeblich «flirtete» er mit ihr, heisst es in queeren Nachrichtenportalen, die Lawson auch als «Lesbe» bezeichnen.

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Die Staatsanwaltschaft erklärte vor Gericht: «Viele Jahre lang hatte Maynard-Ellis dunkle Gedanken, die sich im Wesentlichen darauf konzentrierten, Frauen sexuell zu nötigen und sie gewaltsam zu töten. Er hat dabei ein besonderes Interesse gezeigt für Themen, die sich mit Serienmord und dem Zerteilen von Körpern beschäftigen.»

Julia hätte nicht wissen können, dass sie eine Horrorwohnung betreten würde – aber es muss ihr schnell klargeworden sein, nachdem sie eintrat

Weiter erklärte Staatsanwalt Karim Khalil vor Gericht, Julia Lawson hätte nicht wissen können, dass sie eine Horrorwohnung betreten würde – «aber es muss ihr schnell klargeworden sein, nachdem sie eintrat», sagte Khalil.

Neben den bereits erwähnten Gegenständen befanden sich in der Wohnung auch überall Druckerzeugnisse, DVDs und Videos, die mit Serienmord zu tun haben sowie mit der Vergewaltigung von Frauen. Wegen dieser Materialien geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass David Leesley von der Obsession seines Partners Maynard-Ellis wusste.

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Zu Tode geprügelt und dann Geburtstag gefeiert
Laut Khalil «kulminierten jahrelang unterdrückte Fantasien und Wünsche in dieser Tat», bei der Lawson zu Tode geprügelt wurde, u. a. mit einem Nudelholz. Anschliessend wurde die Leiche in der Badewanne in elf Teile zerteilt, mit abgetrenntem Kopf, Händen und Füssen. Sie wurde an zwei verschiedenen Orten nahe einem Kanal entsorgt. Die Polizei fand die Leichenteile im Juni 2019.

Laut Zeugenaussagen wirkten die beiden Angeklagten in den Tagen nach der Tat «normal», sogar «sehr glücklich» als sie am 21. Mai 2019 den Geburtstag von Maynard-Ellis feierten.

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Vor Gericht versuchte Maynard-Ellis die Geschworenen zu überzeugen, dass er nicht versucht habe, eine Szene aus einem seiner geliebten Horrorfilme «nachzuspielen». Stattdessen behauptete er, in Panik geraten zu sein, als Lawson «Annäherungsversuche» gemacht habe.

Keine Panikattacke
Die Staatsanwaltschaft entgegnete darauf: «Wir akzeptieren, dass dieser schockierende Akt die Tat eines Mannes mit verwirrtem Geisteszustand ist, aber das Ganze geschah nicht in einem Zustand erhöhtes psychiatrischer Panik.» Maynard-Ellis habe sehr genau gewusst, was er tun wollte, und er «plante es genau so auszuführen, wie er es tat», so Khalil.

Die Geschworenen sahen das auch so. Nachdem sie sich für sieben Stunden und 25 Minuten zu dem Fall berieten, sprachen sie Maynard-Ellis des Mordes für schuldig, ebenso in vier Punkten der Vergewaltigung, in einem weiteren Punkt wurde er wegen versuchter Vergewaltigung für schuldig gesprochen, basierend auf Anschuldigungen einer Frau, die sich nach seiner Verhaftung zu den Vorfällen geäussert hatte.

Schwules Computerspiel mit Sex, Mord und einer Killer-Ziege

Das Urteil steht noch aus und soll zusammen mit dem für Leesley verkündet werden, der zuvor bereits einstimmig des Mordes für schuldig befunden worden war.

Wegen der verstörenden Aspekte bei der Aufarbeitung des Falls hat der Richter vom Coventry Crown Court die Geschworenen für die kommenden sieben Jahre von weiteren Gerichtsaufgaben freigestellt.

Woher die Information stammt, dass Julia Lawson lesbisch sei, erfährt man in den Berichten in queeren britischen Medien nicht. Auch nicht, warum eine «Lesbe» in einer Bar mit Maynard-Ellis «geflirtet» haben sollte. Ob das eine journalistische Ergänzung ist, um die Geschichte von geistig gestörten «frauenhassenden» Schwulen noch gruseliger zu machen, sei dahingestellt.

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