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Pete Buttigieg als künftiger US-Minister im Gespräch

Auch als Botschafter der Vereinigten Staaten sehen einige den schwulen Demokraten

Pete Buttigieg
Foto: Screenshot/«Jimmy Kimmel Live»

Im April hatte Joe Biden erklärt, es sei wichtig, dass das US-Kabinett «so aussehe wie das Land», nämlich männlich und weiblich, hetero- und homosexuell, schwarz, weiss und asiatisch. Das scheint er nun wahr zu machen, glauben Insider*innen, u.a. mit der Personalie Pete Buttigieg.

Während sich Donald Trump weiterhin weigert, seine Niederlage anzuerkennen und der US-Bundesstaat Georgia alle Stimmen noch einmal per Hand auszählen lässt, ohne dass es Anzeichen für Betrug gäbe (mit diesen Memes machen sich Twitter-User*innen über den abgewählten Präsidenten lusig), wird fleissig über die neue US-Regierung unter Joe Biden spekuliert.

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Viele in der Demokratischen Partei sehen für Pete Buttigieg, den ehemaligen Bürgermeister von South Bend, Indiana, eine glänzende politische Zukunft voraus, nachdem er sich bei den Vorwahlen 2020 als demokratischer Präsidentschaftskandidat und Biden-Konkurrent nationales Ansehen erarbeitet hatte. Das Portal Axios berichtet, dass Buttigieg ein ziemlich sicherer Kandidat für das neue Kabinett sei und als Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung oder Leiter des Kriegsveteranenministeriums in Frage käme.


Andere Medien zitieren Insider*innen, die meinen, Pete Buttigieg sei ein starker Anwärter auf den Botschafter der Vereinigten Staaten, obwohl er noch relativ wenig Erfahrung in aussenpolitischen Entscheidungsfindungen habe. Wenn Buttigieg aber vom Senat für den Posten nominiert und bestätigt würde, wäre er der erste offen schwule US-Botschafter bei den Vereinten Nationen.

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Pete Buttigieg war ursprünglich selber angetreten, Trump zu besiegen. Doch im März war er aus dem Rennen ausgestiegen (MANNSCHAFT berichtete). Wäre Pete Buttigieg ins Weisse Haus eingezogen, wäre er der erste offen schwule Präsident der USA geworden. Sein Gatte Chasten Buttigieg hatte in einem Interview erklärt, es sei ihm eine Ehre gewesen, seinen Mann während der Kampagne mit dem Rest der Welt zu teilen, und betonte mehrfach, wie sehr er ihn liebe.

Die LGBTIQ-Community war bezüglich der Kandidatur Buttigiegs aber gespalten. Denn der befürwortete auch weiterhin die landesweite Steuerbefreiung von Kirchen, selbst wenn diese sich weigern, die Ehe für alle zu unterstützen. Diese Positionierung löste innerhalb der Community viel Kritik aus.


Unterdessen hat Bidens Vize-Präsidentin Kamala eine schwarze, lesbische Frau zu ihrem Stabschef gemacht. Die in Haiti geborene Karine Jean Pierre war zuvor als nationaler Beauftragter für öffentliche Angelegenheiten für die progressive politische Interessenvertretung MoveOn.org tätig, schreibt das LGBTIQ-Portal mygwork.com. Karine sei talentiert und äusserst intelligent. Sie habe während ihrer gesamten Karriere daran gearbeitet hat, fortschrittliche Werte, Kandidat*innen und Richtlinien voranzutreiben, so Rovea Epting, Executive Director von MoveOn.


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