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«Grosse Freiheit» jetzt im Kino – Wir verlosen 5 x 2 Tickets!

Der Film thematisiert den Paragrafen 175, der Sex zwischen Männern unter Strafe stellte

Grosse Freiheit
Aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich eine intensive Verbindung (Foto: Filmladen)

Für das mitreissende Drama «Grosse Freiheit», das bereits beim diesjährigen Sarajevo-Filmfestival den Hauptpreis gewonnen hat, gibt es 5×2 Tickets zu gewinnen. Mit Franz Rogowski in der Hauptrolle geht es in dem Film um die Unterdrückung von Homosexuellen in Deutschland.

Der 35-jährige Hauptdarsteller ist für seine Hauptrolle für den Europäischen Filmpreis nominiert (MANNSCHAFT berichtete), welcher zu den renommiertesten Auszeichnungen der Branche zählt. Die mehr als 4000 Akademiemitglieder stimmen über die Preisträger*innen ab, ähnlich wie bei den Oscars in den USA. In Cannes wurde «Grosse Freiheit» bereits ausgezeichnet und ist zudem österreichischer Kandidat für den Auslands-Oscar.

Rogowski spielt den schwulen Hans, der im Nachkriegsdeutschland wegen seiner Homosexualität und dem Strafparagrafen 175 immer wieder ins Gefängnis muss. Sein letztes «Vergehen» bestand darin, auf einer öffentlichen Toilette bei schwulen Sexkapaden gefilmt worden zu sein. Hinter Gittern trifft er erneut auf Viktor (Georg Friedrich), den er während seines ersten Aufenthalts 1945 unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Zellengenossen kennengelernt hat. Viktor hatte ihn anfangs verachtet, doch dann nähern sich die Männer an und es entsteht eine enge Bindung.

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Regisseur Sebastian Meise zeigt, wie Hans menschenunwürdig behandelt wird, sich nach Liebe und Nähe sehnt – und ihm all das verwehrt wird, nur weil er Männer mag. Der Nachrichtenagentur dpa erklärte er: «Es geht um Liebe generell. Da treffen sich zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, doch das System der Unterdrückung ist austauschbar.»


Unserem Filmredaktor Patrick Schneller ist voll des Lobs für «Grosse Freiheit». Er bezeichnet Rogowski und Friedrich als zwei der gegenwärtig markantesten Charakterköpfe des deutschsprachigen Kinos (MANNSCHAFT berichtete). «Ihr so kraftvolles wie sensibles Spiel verleiht den Figuren eine Authentizität, die mitreisst», schreibt Schneller. «Sie sorgen auch hauptsächlich dafür, dass ‹Grosse Freiheit› als schonungsloser Knastfilm genauso einwandfrei funktioniert wie als subtiles Schwulendrama.»

Der Paragraf 175 aus dem deutschen Strafgesetzbuch stellte Sex zwischen Männern ab 1872 unter Strafe. «Deutschland hat den Paragraf 175 120 Jahre lang kultiviert. Deswegen beschäftigt uns das Thema noch heute» meinte Rogowski. Er wurde im Jahr 1994 aufgehoben. In Österreich feierte man unlängst 50 Jahre Legalisierung von Homosexualität (MANNSCHAFT berichtete).

Der Film startet am 19. November in den Kinos. Teilnahmeschluss: 25. November.


Die Verlosung wurde beendet.


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