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Ein besonderes Leben: Netflix zeigt 2. Staffel von «Special»

Überraschungserfolg für den LGBTIQ-Aktivisten Ryan O‘Connell

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Liebesglück trotz Handicap? Mit Tanner (Max Jenkins) hat Ryan endlich einen Mann an seiner Seite. (Bild: Beth Dubber/Netflix)

Die Serie «Special – Ein besonderes Leben» zeigt ganz unaufgeregt, wie es ist, im Berufsalltag und in Beziehungen mit einer Behinderung zu leben, oder wie es ist, nicht dem gängigen körperlichen Ideal der Generation Grindr zu entsprechen. Mit der aktuellen 2. Staffel ist es allerdings schon vorbei.

Mit «Special», einer Dramedy-Serie über einen schwulen Mann mit Behinderung, gelang dem Autor, Blogger und LGBTIQ-Aktivisten Ryan O‘Connell 2019 ein kleiner Überraschungserfolg, der sowohl beim Publikum als auch bei Kritiker*innen Anklang fand (MANNSCHAFT berichtete). Mittlerweile ist bei Netflix nun die zweite und leider auch letzte Staffel der Serie abrufbar, die hierzulande den Titel «Ein besonderes Leben» trägt.

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Der Autor und Produzent O’Connell schöpft für die Serie, in der er auch selbst die Hauptrolle spielt, aus seinem eigenen Erfahrungsschatz. Wie seine Hauptfigur ist auch er seit seiner Geburt halbseitig gelähmt. Die Serie schildert Ryans Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Dazu zählen nicht nur der Wunsch nach einer Arbeit und einer eigenen Wohnung, sondern auch das Bedürfnis nach Liebe und einer festen Beziehung.

Zwar gibt es einige Männer, die Ryan durchaus attraktiv findet, doch sein Handicap hindert ihn oft daran, den ersten Schritt zu machen. In acht neuen Episoden können wir Ryan nun noch weiter durch sein aussergewöhnliches Leben begleiten. Der selbstironische, leichte Ton und der semibiografische Ansatz der Serie sind sicherlich ihr grösstes Erfolgsgeheimnis.


In «Special» werden Probleme nicht künstlich aufgebauscht und immer wieder durchgekaut. Vielmehr zeigt die Serie, dass ein Leben mit Behinderung zwar besonders, aber gar nicht so grundlegend anders ist. Übrigens wollte zunächst kein Sender eine Serie über einen schwulen Mann mit körperlicher Behinderung ins Programm nehmen. Gut, dass Ryan O’Connell am Ball geblieben ist, seine Geschichte mit uns teilt und uns so ein echtes Kleinod beschert hat.

Über seine eigene Sexualität sei sich O’Connell, nach eigener Aussage, übrigens im Klaren gewesen, als er den nackten Hintern von Ryan Phillippe im Film «Eiskalte Engel» gesehen hat. Das dürfte vielen so gegangen sein.


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