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Der erste Hessische Preis für Lesbische Sichtbarkeit geht an …

… die Sozialpädagogin Veronica King aus Kassel

lesbische Sichtbarkeit
Veronica King (Foto: privat)

Veronica King erhält den ersten Hessischen Preis für Lesbische Sichtbarkeit 2020. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) erklärte, King setze sich in einer Vielzahl von Rollen und Settings für lesbische Sichtbarkeit ein.

Die Hessische Landesregierung verleiht an diesem Mittwoch im Rahmen eines feierlichen Festakts im Biebricher Schloss den ersten Hessischen Preis für Lesbische Sichtbarkeit an Veronica King aus Kassel. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose gratuliert der Preisträgerin.

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«Mit Veronica King hat die Jury eine Preisträgerin ausgewählt, die sich in den vergangenen Jahrzehnten und bis heute in einer Vielzahl von Rollen und Settings für lesbische Sichtbarkeit einsetzt und eingesetzt hat – häufig gegen alle Widerstände. Ihr vielseitiges, langjähriges und in die Zukunft hineinwirkendes Engagement für lesbische Sichtbarkeit macht sie zu einer sehr würdigen Preisträgerin; über ihre Auszeichnung freue ich mich sehr.» Der in diesem Jahr erstmals verliehene und künftig alle zwei Jahre zu vergebende Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

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Ob als Sozialpädagogin in der Frauen- und Jugendarbeit, im Vereins- und Freizeitsport, in der Verwaltung, bei der Organisation des CSD Kassel, in Theaterprojekten oder zahlreichen weiteren ehrenamtlichen Aktivitäten: Veronica King ist als schwarze lesbische Frau sichtbar, teilt ihre Erfahrungen und arbeitet mit viel Energie daran, Strukturen zu öffnen und weiterzuentwickeln. Den lesbischen Aktivismus verknüpft sie dabei gekonnt mit Antirassismusarbeit, Bildungsarbeit, setzt im Rahmen von Veranstaltungen Themen wie z. B. Body Positivity und verbindet Generationen miteinander.

So schaffe sie Freiräume für persönliche Entfaltung, in denen Menschen sich angenommen fühlen, akzeptiert werden und Schutz vor Diskriminierung erfahren. Als Mittlerin bewegt sie sich stets auch zwischen den Räumen und wirkt durch ihr Engagement aktiv sowohl in die Gesamtgesellschaft als auch in Community-Strukturen hinein. Klose: «Sie ist Vorbild für viele junge Menschen gerade auch in den ländlichen Regionen Nordhessens.»

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Nominiert werden konnten Lesben (cis, trans, nicht-binär), lesbische Gruppen oder Initiativen und Organisationen, die sich für lesbische Sichtbarkeit und Akzeptanz einsetzen oder eingesetzt haben.

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Insgesamt gab es über 20 Nominierungen für folgende 12 Organisationen und Personen: für den Dyke*March Rhein-Main 2019, Kim Engels, Mitbegründerin des frauen museum wiesbaden, das frauen museum wiesbaden, Yvonne Ford, Veranstalterin von „Lesbischer Herbst“, eine Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeit speziell für ältere Lesben und Lesben mit spätem Coming-out, das FrauenKulturZentrum Darmstadt, das Lesbenarchiv Frankfurt, Lesben gegen Rechts (Rhein-Main), die Lesben Informations- und Beratungsstelle (LIBS) aus Frankfurt, der Chor «Liederliche Lesben» aus Frankfurt, Dr. Constance Ohms, Soziologin und Leiterin der Fachberatungsstelle gewaltfreileben, Erika Wild aus Frankfurt, Inhaberin der Bar «La Gata», die vermutlich älteste Lesben-Bar weltweit (seit 1971) und eben: Veronica King.

Der Jury gehören neben Betina Delalic alias DJ Betty Ford, Veranstalterin und Gastronomin aus Kassel auch Max Helmich, selbstständiger Übersetzer aus Mainz-Kastel, Stephanie Kuhnen, Autorin und Journalistin, Dr. Gesa Teichert-Akkermann, Referentin für Gesellschaft, Teilhabe und Antidiskriminierung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld aus Hildesheim sowie Susanne Stedtfeld, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle im HMSI in Wiesbaden, an.

Minister Klose dankte allen, die eine Nominierung eingereicht haben. Damit würde aktiv dazu beigetragen, lesbisches Leben und lesbischen Aktivismus in Hessen sichtbarer zu machen. Ausserdem dankte er allen Personen und Organisationen, die sich, ob nominiert oder nicht, täglich und zum Teil schon seit vielen Jahrzehnten für Akzeptanz, Vielfalt und lesbische Sichtbarkeit einsetzen. Auch bei lesbischen Sportlerinnen ist noch einiges zu tun (MANNSCHAFT+).

Der Hessische Preis für Lesbische Sichtbarkeit wird in 2020 erstmals und dann im zweijährigen Turnus vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Berliner Preis, der als Vorbild diente, ging in diesem Jahr an Katharina Oguntoye (MANNSCHAFT berichtete).

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