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Reportage zeigt das Leben in «LGBT-freien» Zonen in Polen

Die lesbische Aktivistin Alicja erzählt von ihren Erfahrungen

Polen
Foto: YouTube/WDR

In 20 Minuten zeigt das Video des journalistischen Videoformats «reporter» des WDR die Situation der LGBTIQ in Polen und sucht nach Gründen, wie es so weit gekommen ist.

Über 70 Gemeinden in Polen haben sich zu sogenannten «LGBT-freien» Zonen erklärt (MANNSCHAFT berichtete). Sie wollen die «LGBT-Ideologie» bekämpfen und somit die Familie und damit auch den Staat schützen. Dadurch nimmt auch die Gewalt und Ausgrenzung der LGBTIQ in Polen zu. Viele fühlen sich in ihrer Heimat nicht mehr sicher.

Keine Macht für Religiöse – nirgendwo!

Was passiert genau in Deutschlands Nachbarland? Welche Auswirkungen hat die rechte Politik und die homophobe Kampagne für queere Menschen, die in solchen Zonen leben? Die Video-Reportage «LGBT*-freie Zonen in Polen: So kämpfen queere Menschen gegen den Hass» von «reporter» hat Antworten darauf.

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Der Reporter Philip ist selber schwul und deshalb an diesem Thema sehr interessiert. Gemeinsam mit seiner Kollegin Susanna vom WDR reist er nach Šwidnik. Der Kreis war im März 2019 der erste, der eine entsprechende Deklaration verabschiedet hat. Die 19-jährige lesbische Aktivistin Alicja erzählt von ihrem Kampf gegen die rechtsextremen, homophoben Gruppen. Wegen ihres Aktivismus habe sie sogar schon Morddrohungen bekommen.

In Tansania lieben sich trans Menschen dort, wo sie niemand sieht

Als sie einmal mit ihrer Freundin Hand in Hand unterwegs war, wurde sie öffentlich angeschrien. Sie fühlt sich nicht mehr sicher und kennt viele Freund*innen, die bereits weggezogen sind. Als Ursache für die homophoben Attacken und Übergriffe macht Alicja vor allem eine Kampagne der konservativen Politik und der katholischen Kirchen aus.

Behauptungen von polnischen Regierungsmitgliedern gegenüber LGBTIQ werden immer absurder. Der polnische Beauftragte für Kinderrechte behauptet, Sexualerzieher*innen pumpten Kinder mit Drogen voll, um deren Geschlecht zu ändern (MANNSCHAFT berichtete). Das ist glatt gelogen. Zurücktreten will Mikołaj Pawlak aber nicht.

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Polens Bischofskonferenz hat währenddessen einen Leitfaden zu «LGBTIQ-Fragen» veröffentlicht. Darin wird zwar Gewalt gegen Queers verurteilt, doch wird an anderer Stelle für neue (psychische) Gewalt plädiert: Man möchte Menschen helfen, ihre «natürliche sexuelle Orientierung wiederzuerlangen» (MANNSCHAFT berichtete). Eine euphemistische Umschreibung für «Konversionstherapien».

Die Kurzreportage von «reporter» ist jetzt auf dem Youtube-Kanal von reporter verfügbar:

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