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Konzert statt Fussball beim Come-Together-Cup in Köln

Auch Dragqueen Marcella Rockefeller ist dabei

Come-together-cup
Bild: Pixabay/LazarCatt

Unter dem Motto «Bunteste Vielfalt – mit Abstand und Anstand» findet am Samstag statt des Come-Together-Cup ein Programm mit Konzert der Kölschrock-Band Kasalla statt. Mit dabei ist unter anderem Dragqueen Marcella Rockefeller.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste das traditionell jährlich stattfindende Fussballturnier «Come-Together-Cup» abgesagt werden. Als Alternativprogramm wird am Samstag, den 12. September die Kölner Band Kasalla spielen. Das Programm wird von der Dragqueen Marcella Rockefeller, DJ Ralph Rosenbaum und Julie Voyage mitgestaltet und beginnt um 18.00 Uhr bei den Stadionvorwiesen Köln.

Quasi-Blutspendeverbot für Schwule und Bi-Männer bröckelt

Das Konzert steht 800 Besucher*innen offen. Dank der Unterstützung von Sponsoren werden sie alle eingeladen und müssen keinen Eintritt bezahlen, schreibt der Verein auf seiner Website. Die 800 Besucher*innen kommen in Gruppen von 10 Personen, die Mitglieder*innen in einem Verein, einem sozialen Projekt oder ähnlichem aus Köln sind.

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Damit während des Konzertes die Corona-Auflagen eingehalten werden können, wird jede Gruppe in eine Parzelle eingeteilt. Diese steht in einem Abstand von mindestens zwei Metern zur nächsten Parzelle. Alle Besucher*innen sind eingeladen, sich und ihre Parzelle gemäss dem Motto bunt zu gestalten. Von Banner und Fahnen bis hin zu aufblasbaren Einhörnern ist alles erlaubt. Der Siegerpokal, der normalerweise an die beste Mannschaft verliehen wird, erhält in diesem Jahr die «bunteste unter all den demokratieunterstützenden Parzellen», wie es auf der Website heisst.

Auch der Grundgedanke der Come-Together-Cups, die Spendenaktion, geht dieses Jahr nicht vergessen. Die freiwilligen Spenden gehen vollständig an die Aidshilfe Köln e. V. und anyway e. V. Ganz ohne Fussball geht es auch trotz Corona nicht: Vom 10. bis zum 12. September werden Freundschaftsspiele ausgetragen, die auch hier den behördlichen Vorschriften entsprechen.

«Muss ich mich outen, um zufrieden zu leben?»

An den Come-Together-Cups spielen Amateur-Fussballer*innen gegeneinander, die sich alle als weltoffen und tolerant bekennen. Im Profisport ist die Situation oftmals eine andere: Besonders Fussball ist immer wieder wegen Homophobie und Sex- und Rassismus in den Medien (MANNSCHAFT berichtete). Eine Studie einer Australischen Universität zeigt nun, dass Profisportevents, die sich um ein Diversity-Thema wie beispielsweise LGBTIQ-Rechte drehen, helfen können, das diskriminierende Benehmen von Athlet*innen zu ändern.

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Die Studie der Monash Universität in Melbourne analysierte den Einfluss des LGBTIQ-Themas auf die Sportler*innen bei einem Eishockeyspiel und stellte fest: Die Spieler*innen, die teilnahmen, benutzen weniger homophobe Sprüche. «Die Spiele halfen den Sportler*innen, auf ihre Sprache zu achten und zu merken, was sie damit für Schaden anrichten können. Wir waren überrascht, dass die Spiele so einen Einfluss auf die Sprache haben, weil die meisten Diversity-Programme nicht gelingt das Verhalten so zu ändern», sagt der Autor Erik Denison gegenüber Reuters.

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