in

Trans Frau in München beleidigt und geschlagen

Die 31-Jährige wurde beim Verlassen eines Backshops beschimpft

Trans Frau
Symbolbild: Pixabay

Das Polizeipräsidium München meldet einen Angriff auf eine trans Frau, der bereits über zwei Wochen zurückliegt. Gesucht wird der 31-jährige Täter.

Am Montag, den 13. Juli gegen 17:50 Uhr, besuchte eine 31-jährige Person einen Backshop in der Isarvorstadt. Die 31-jährige Person sei laut Polizeibericht «erkennbar transsexuell» und wurde beim Verlassen des Backshops von einem 32-jährigen Münchner in Bezug auf die sexuelle Orientierung beleidigt. Auf Frage der trans Frau, warum sie beleidigt wurde, schlug ihr der 32-Jährige mit der Faust ins Gesicht.

Hassgewalt in Polen: TV-Star Jacek Szawioła verprügelt

Als er sich entfernte, warf die 31-Jährige einen kleinen Stein nach ihm. Daraufhin kehrte der 32-Jährige mit zwei Männern, einem 32-Jährigem Münchner und einem weiteren Unbekannten zurück. Der neu hinzugekommene 32-Jährige trat auf die trans Frau ein, die daraufhin in den Backshop flüchtete. Als sie den Polizeinotruf anrufen wollte, schlug ihr der unbekannte Mann das Handy aus der Hand.

Werbung

Angestellte des Backshops verständigten daraufhin die Polizei, die die beiden Männer festnahm. Der dritte Mann konnte vor Eintreffen der Polizei fliehen.

Bayern feiert «grossen regenbogenfarbenen Erfolg»

Die 31-jährige Person konnte lediglich angeben, dass der Täter dunkelhäutig war. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44 Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zu dem Fall, der erst am Donnerstag im Polizeibericht auftauchte, werden durch das Kommissariat 44 geführt. Dass Transphobie als Motiv im Münchner Polizeibericht genannt wird, ist übrigens eine neue Entwicklung. Auch homosexuellenfeindliche Motive wurden früher nicht erwähnt.

Werbung

Hassverbrechen gegen LGBTIQ in München und in ganz Bayern sind präsenter denn je, wie die Schlagzeilen des letzten Jahres gezeigt haben. Seit Anfang des Jahres bietet das Sub Online- und Telefonberatung für schwule, bisexuelle und queere Männer, die Opfer von Gewalt wurden an (MANNSCHAFT berichtete).

In der Münchner U-Bahn wurde im Herbst 2018 ein 21-jähriger bisexueller Mann beleidigt und geschlagen. Später klagte er die mangelnde Zivilcourage der anderen Fahrgäste an (MANNSCHAFT berichtete).

Werbung



homophobie zürich IDAHOBIT-Stand

Bedingte Geldstrafe für Angreifer des LGBTIQ-Stands in Zürich

Anastasia Biefang

Mensch plus Penis = Mann? Mehr Bildung über Vielfalt!