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Kanada: Gesundheitsbehörde rät zu Gloryholes und Masken-Sex

Die BCCDC empfiehlt statt Küssen ausgefallene Sexpositionen

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Bild: iStockphoto

Sex trotz Social Distancing: Im Kampf gegen das Coronavirus empfiehlt die Gesundheitsbehörde der Provinz British Columbia Alternativen zum konventionellen Körperkontakt, darunter virtuellen Sex und Gloryholes.

Die Gesundheitsbehörde der kanadischen Provinz British Columbia (BCCDC) hat Empfehlungen zu Sex in Zeiten von Corona veröffentlicht. Auch während der Pandemie soll man sexuelle Kontakte geniessen dürfen, solange man sich gesund fühlt und keine Symptome zeigt. Als Safer-Sex-Strategie zählt unter anderem auch der Einsatz von Gloryholes.

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«Sex kann für das geistige, soziale und körperliche Wohlbefinden sehr wichtig sein; er ist ein Teil des Alltags», lauten die ersten Zeilen auf der Website des BCCDC. Andere Menschen von sexuellen Kontakten abzuraten oder sie dafür zu beschämen, könne schädlich sein und sie davon abhalten, wesentliche sexuelle Gesundheitsdienste in Anspruch zu nehmen. «Menschen können, wollen und sollen auch während der COVID-19-Pandemie weiterhin Sex haben.»

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Die BCCDC ruft der Bevölkerung die gängigsten Übertragungswege des Corona-Virus in Erinnerung, darunter über Tröpfchen und Aerosole, die beim Sprechen, Husten und Niesen in die Luft gelangen. «Der sicherste Sex ist mit dir selbst», so die Gesundheitsbehörde und plädiert für die Masturbation.

Ein virtuelles Ausleben der Sexualität – darunter etwa Camsex, Sexting, Videodates und Chaträume – sei ebenfalls ein effektiver Schutz vor Corona. Die BCCDC rät User*innen jedoch, Vorsicht im Umgang mit Cybersex walten zu lassen. «Einige Personen geben im Internet keine persönlichen Informationen weiter oder verstecken ihr Gesicht oder andere identifizierbare Körperteile, um ihre Identität zu schützen.» (Camsex während der Pandemie? Wir haben es ausprobiert.)

Wer nicht auf sexuellen Kontakt mit einer anderen Person verzichten möchte, könne das Infektionsrisiko dadurch vermindern, indem man sich auf einen oder nur wenige Sexpartner*innen beschränkt, die man dafür regelmässig trifft. Salopp ausgedrückt rät die BCCDC, sich einen «Fuckbuddy» zuzulegen.

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Des weiteren empfiehlt die Gesundheitsbehörde, auf Küssen zu verzichten und stattdessen Positionen ohne direkten Gesichtskontakt auszuprobieren. Um das Infektionsrisiko weiter zu senken, schlägt sie den Einsatz von Hindernissen wie eine Wand – sprich ein Gloryhole – und einer Gesichtsmaske vor. «Schweres Atmen während dem Sex kann zu mehr Tröpfchen führen, die COVID-19 übertragen können», schreibt sie auf der Website. Vor und nach dem Sex sei das gründliche Waschen der Hände und des Körpers mit Seife und Wasser angesagt, so die BCCDC.

Sind Cybersex und Sexting die neue Intimität?

Die Kanadier*innen sind nicht die ersten, die beim Sex zum Gehen anderer Wege anregen. Auch die Gesundheitsbehörde von New York City empfiehlt in einem Safer-Sex-Guide die Verwendung von Gloryholes. «Sei ein bisschen kinky, sei kreativ im Umgang mit sexuellen Stellungen und physischen Hindernissen, wie zum Beispiel eine Wand, die sexuelle Begegnungen ermöglicht und gleichzeitig einen direkten Gesichtskontakt verhindert.»

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