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Schwul-lesbische Fussgängerampeln für Bielefeld

Eine Verlängerung der Aktion ist nicht ausgeschlossen

Wer in Bielefeld aus der Fussgängerzone zum Bahnhof oder umgekehrt läuft, der kommt jetzt an den ersten schwul-lesbischen Fussgängerampeln vorbei.

Am Mittag wurden die traditionellen Ampelmännchen-Schablonen gegen queere Schablonen ausgetauscht. Diese zeigen entweder ein homosexuelles Frauen- oder Männerpaar und sollen zeigen, wie offen und tolerant die Stadtgesellschaft ist. Dahinter steckt ein Projekt der Bielefelder Falken. Die queere Jugendorganisation YAY! wollte die Idee bereits zum Christopher Street Day Mitte Juni umsetzen. Aufgrund der Coronakrise kam es zur Verzögerung.

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Dann wurden auch die Demo zum CSD Bielefeld sowie das Strassenfest am 13. Juni 2020 abgesagt. Stattdessen wurde die Global Pride am 27. Juni unterstützt. Und die die Bielefelder Bürger*innen, die politischen Parteien und Initiativen, soziale und kulturelle Einrichtungen, Behörden und Geschäfte wurde aufgerufen, zum eigentlichen CSD-Termin am 13. Juni an ihren Wohnungen, Geschäften und Gebäuden eine Regenbogenbogenflagge anzubringen.

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Ihren Ursprung haben die schwul-lesbischen Ampeln in Wien. Die Hauptstadt Österreichs hält auch das Copyright auf die Symbole. Sollte die erstmal auf acht Wochen begrenzte Aktion verlängert werden, müsste dies mit Wien besprochen werden. Für die insgesamt acht ausgetauschten Schablonen fielen Kosten von wenigen hundert Euro an.

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Mit der Installation zum Eurovision Song Contest 2015 sorgten die Wiener Ampelpärchen für Furore – und haben sich seitdem fleissig vermehrt. Mittlerweile leuchten die schwulen, lesbischen und heterosexuellen Ampelmänner und -frauen an Übergängen in mehreren Städten in Österreich und Deutschland. München und Frankfurt liessen die Ampeln im Sommer installieren,

Auch in Hannover sollten zum Christopher Street Day 2020 homosexuelle Ampelpaare an Fussgängerampeln leuchten. Das hatte die Ratsmehrheit im Gleichstellungsausschuss beschlossen (MANNSCHAFT berichtete).

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Bei der Abstimmung scheiterte die CDU mit ihrem Vorschlag, stattdessen Ampeln mit Nana-Figuren umzurüsten. Bei Nanas handelt es sich um Pop-Art-Plastiken der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle, die sinnliche, farbenfroh gestaltete voluminöse weibliche Körper mit überdimensionierten Geschlechtsmerkmalen darstellen. In der niedersächsischen Landeshauptstadt stehen etliche Nana-Skulpturen.

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