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Homofeindliche Hetze – Anzeige gegen TVP-Korrespondenten!

Cezary Gmyz nannte Homosexuelle in den Konzentrationslagern «aussergewöhnliche Degenerierte und Vergewaltiger»

Befreiung des KZ Auschwitz
KZ-Häftlingsuniformen in einem Ausstellungsraum in Auschwitz (Foto: Kriss Rudolph)

«Manchmal fehlen einem die Worte…», erklärte Ulle Schauws, Sprecherin für Queerpolitik der Grüne-Bundestagsfraktion am Donnerstag: Sie zeigte den polnischen Journalisten Cezary Gmyz wegen homofeindlicher Hetze an.

«Ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich heute aufgrund eines volkshetzerischen und die Naziverbrechen relativierenden Tweets eine Strafanzeige gegen Herrn Cezary Gmyz, den Korrespondenten des öffentlichen polnischen Fernsehens TVP in Deutschland gestellt habe», schrieb Schauws am Donnerstag in einer kurzen Mitteilung.

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In einem Tweet schrieb Gmyz als Antwort auf einen anderen Tweet mit dem Hinweis, dass Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945 5000 bis 15.000 Homosexuelle ins Auschwitz geschickt hatten, folgendes:

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«Viele Homosexuelle in den Konzentrationslagern waren aussergewöhnliche Degenerierte und Vergewaltiger. Zudem weise ich auf ein Buch von Roman Frister hin, der in «Autoporträt mit einer Narbe» beschreibt, wie er Opfer einer analen Vergewaltigung war.»

Die Berliner Staatsanwaltschaft prüfe derzeit den Fall. Zudem werde Schauws an den Verein der Ausländischen Presse in Deutschland e. V. appellieren, Herr Gmyz wegen seiner Äusserung aus dem Verein auszuschliessen. «Es gibt Grenzen des Sagbaren.»

Ende Juni finden in Polen Präsidentschaftswahlen statt. Präsident Andrzej Duda, der wiedergewählt werden will, verglich den Kampf für LGBTIQ-Menschenrechte mit «Neo-Bolschewismus». Die Vizepräsidentin der EU-Kommission brachte das Streichen von Fördergeldern ins Gespräch (MANNSCHAFT berichtete) Vergangene Woche hatte Duda die Anti-LGBT-Familiencharta unterzeichnet (MANNSCHAFT berichtete)

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Der polnische öffentlich-rechtliche Sender TVP war 2019 für die Anti-LGBTIQ-Doku «Inwazja» (dt: Invasion) verantwortlich. Die muss nach einem Gerichtsurteil von YouTube entfernen werden (MANNSCHAFT berichtete).

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