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Ryan Murphys «Hollywood»: Erigierter Mittelfinger für Homohasser?

Manche sehen die neue Netflix-Serie als Sieg der LGBTIQ-Community über Homophobie und Rassismus, andere sind irritiert, dass das reale Leid vieler Schwuler und Schwarzer einfach wegediert wurde

Hollywood Ryan Murphy Netflix
Das fiktive Oscar-Finale aus «Hollywood», wo alle in der Realität unterdrückten Minderheiten mit einem Preis ausgezeichnet und vom Publikum gefeiert werden: (v.l.n.r.) Jeremy Pope als Archie Coleman, Darren Criss als Raymond Ainsley und Laura Harrier als Camille Washington (Foto: Saeed Adyani / Netflix 2020)

Die Netflix-Serie «Hollywood» ist ein «Revisionismus»-Projekt Ryan Murphys, der darin die queere Geschichte der US-amerikanischen Filmindustrie nicht nur in Frage stellt, sondern neu erzählt und in eine gloriose LGBTIQ-Utopie umformt.

Das hat manche Zuschauer*innen entzückt, als später «Sieg» über eine weit weniger gloriose Realität im Hollywood in den späten 1940er-Jahren. Andere waren irritiert, dass die Serie reale Charaktere wie Filmstar Rock Hudson und den berüchtigten Agenten Henry Willson einführt und sie zu «Out and Proud»-Figuren umdeutet, die sie niemals waren. Die Frage stellt sich: Ist es legitim, die Geschichte von Unterdrückung und Ausgrenzung einfach umzuschreiben und den realen Menschen, um die es geht, ihr Leid und ihre Tragik zu nehmen? Ist das Geschichtsverfälschung? Ist es queere Selbstermächtigung? Ist es ein politischer «Bildersturm»? Und: Ist es typisch für unsere Community im Jahr 2020?

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