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9 queere Seriencharaktere von «Élite» bis «Nashville»

LGBTIQ-Charaktere zum (Wieder)-Entdecken!

queere Seriencharaktere
Omar und Ander (Foto: «Élite»/Screenshot)

Neue Inspiration für deinen Serienabend gefällig? Hier sind neun queere Seriencharaktere, die uns besonders aufgefallen sind.

Omar Shanaa
«Élite» (seit 2018)
Als schwuler Muslim fühlt sich Omar gleich in doppelter Hinsicht als Aussenseiter. Auch wenn er seine Homosexualität geheim hält und besonders seinen Eltern gegenüber den gläubigen Sohn spielt. Als er ihm Drogen verkauft, lernt Omar den reichen Ander kennen, der die Eliteschule «Las Encinas» besucht. Schnell fühlen sich die beiden zueinander hingezogen und werden ein Paar. Aufgrund seines strengen Elternhauses hadert Omar jedoch mit seinen Gefühlen.

David Rose
«Schitt’s Creek» (seit 2015)
Nachdem sie ihr gesamtes Vermögen verloren hat, sieht sich Familie Rose gezwungen, bei Null anzufangen und in ein Motel im kleinen Örtchen Schitt’s Creek zu ziehen. Ein Umstand, unter dem besonders David, der verwöhnte Spross der Familie, leidet. So fällt es dem sarkastischen Galeristen auch zunächst schwer, neue Kontakte zu knüpfen.

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Mit der Zeit zieht David ein eigenes Geschäft auf und beginnt seinen Businesspartner Patrick zu daten. Homophobie ist in der Sitcom «Schitt’s Creek» übrigens kein Thema, weil der Regisseur mit althergebrachten LGBTIQ-Storylines brechen will.

Jack McPhee
«Dawson’s Creek» (1998-2003)
Als man ihm in einem Meeting sagte, man habe mit seiner Serienfigur Jack besondere Pläne, dachte Schauspieler Kerr Smith zunächst, er werde gefeuert. Tatsächlich entschied man sich dafür, dass seine Figur sich als schwul outen solle. So sorgte der schüchterne Jack McPhee, der sich mit seiner Schwester um die psychisch kranke Mutter kümmerte, sogar für einen der ersten homosexuellen Küsse im amerikanischen Abendprogramm.

Vito Spatafore
«The Sopranos» (1997-2007)
Die Mafiaserie «The Sopranos» gilt zu Recht als eine der besten TV-Serien aller Zeiten und heimste unzählige Awards ein. Mit Vito Spatafore gehört auch eine überaus spannende homosexuelle Figur, die sich in einer durch und durch heteronormativen und brutalen Männerwelt behaupten musste, zum Ensemble.

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Wenig verwunderlich, dass der verheiratete Familienvater seine Homosexualität zu verheimlichen versucht. Vitos Kartenhaus beginnt jedoch zu wackeln, als er von anderen Mafiosi beim Oralverkehr mit einem Mann und in einer Schwulenbar beobachtet wird.

Ian Gallagher
«Shameless» (seit 2011)
Seit acht Jahren lassen uns die Gallaghers nun schon an ihrem herrlich unglamourösen Leben teilhaben. Auf ihr alkoholkrankes Fa­milienoberhaupt kann sich die schrecklich nette Familie jedenfalls nicht verlassen, und als eins von sechs Geschwistern muss auch Ian mehr oder weniger für sich allein sorgen.

Und als wäre das nicht schon genug, hat er auch noch ein Geheimnis, von dem zunächst nur sein älterer Bruder weiss: Ian ist schwul. Nach einer Affäre mit seinem verheirateten Chef geht Ian eine heimliche Beziehung zu seinem Mitschüler Mickey ein, die ebenfalls viele Probleme mit sich bringt.

Will Lexington
«Nashville» (2012–2018)
Nachdem Schauspieler Chris Carmack in der Serie «O. C., California» noch den homophoben Boyfriend von Marissa Cooper mimte, übernahm er in der Serie «Nashville» die Rolle des schwulen Countrysängers Will Lexington. In einer als überaus konservativ geltenden Sparte der Musikindustrie hat es Will alles andere als leicht, weshalb er seine Homosexualität auch lange Zeit versteckt. Dies führt sogar so weit, dass er eine medienwirksame Beziehung zum Fernsehsternchen Layla Grant eingeht, obwohl sein Herz eigentlich einem Mann gehört.

Ambrose Spellman
«Chilling Adventures of Sabrina» (seit 2018)
Homo-, bisexuelle oder auch trans Serienfiguren haben mittlerweile ihren Weg in eine ganze Reihe von TV-Produktionen gefunden. Doch auch pansexuelle Serienfiguren sind immer häufiger auf den Bildschirmen zu sehen. Eine davon ist der Nekromant Ambrose Spellman aus «Chilling Adventures of Sabrina», gespielt von Chance Perdomo. Geschlecht beziehungsweise Geschlechtsidentität spielen für Ambrose bei der Wahl seiner Partner*innen keine Rolle, was anhand seiner diversen Liebesabenteuer deutlich wird.

Josh
«Please Like Me» (2013–2016)
Eine echte Perle im umfangreichen Netflix- Archiv ist die australische Serie «Please Like Me», die von den Höhen und Tiefen im Leben von Josh erzählt, der mit Anfang zwanzig realisiert, dass er schwul ist. Der passionierte Hobbykoch lebt mit seinem besten Freund Tom in einer WG und durchlebt mit ihm den ganz normalen Alltagswahnsinn.

Erdacht wurde «Please Like Me» von Comedian Josh Thomas, der bei den meisten Folgen als Drehbuchautor fungierte und auf dessen Erfahrungen die Serie basiert.

Kat Edison
«The Bold Type» (seit 2017)
Auf den ersten Blick ist die Serie «The Bold Type» um drei Mädels, die in New York für ein angesagtes Frauenmagazin arbeiten, nur ein «Sex and the City» für die nächste Generation. Bleibt man jedoch am Ball, merkt man, dass es sich um eine Serie handelt, die durchaus wichtige Themen anspricht. Dazu trägt besonders die Figur von Kat Edison bei, die als Head of Social Media beim Scarlet Magazine ihre Leserinnen mit den unbequemen Fragen unserer Zeit konfrontiert. In der ersten Staffel entdeckt sie ihre Bisexualität, als sie sich in die iranische Künstlerin Adena El-Amin verliebt.

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