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Super Bowl goes Drag – in der Werbepause

Am Wochenende findet das grösste US-Sportereignis des Jahres statt

Super Bowl
Super Bowl goes Drag (Foto: Screenshot)

Wenn beim Super Bowl Finale am Sonntag die US-Superstars Jennifer Lopez und Shakira in der Halbzeit auftreten, ist das sicher gut für die Einschaltquoten. Die eigentlichen Highlights aber sind Kim Chi und Miz Cracker.

Die beiden ehemaligen Teilnehmerinnen von «Ru Paul’s Drag Race» haben ihren Auftritt in der Werbepause. Kim Chi war die erste Teilnehmerin mit koreanischen Wurzeln und kam in der 8. Staffel unter die Top 3. Miz Cracker war in Staffel 10 dabei und schnitt als Fünftbeste ab. Die Castingshow von und mit RuPaul räumt regelmässig bei der Emmy-Verleihung ab (MANNSCHAFT berichtete).

Die beiden Drag Queens sind die ersten, die während des grössten US-Sportereignisses des Jahres ihren Auftritt haben. 200.000 mal wurde der Clip schon bei YouTube gesehen, die meisten Daumen gehen allerdings runter. Die Kommentare wurden abgeschaltet – man darf davon ausgehen, dass viele LGBTIQ-Hasser den Clip nicht mal halb so amüsant finden wie wir.

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Miz Cracker versucht einen Footballhelm aufzusetzen, während ihre Kollegin Hummus probiert, für den der Clip eigentlich wirbt. Der Super Bowl wird regelmässig von über 100 Millionen Zuschauern gesehen – eins der meistgesehenen Fernsehereignisse der USA.

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Und noch eine LGBTIQ-Premiere gibt es beim Super Bowl: Katie Sowers ist die erste offen lesbische Trainerin. Im Finale treffen die Kansas City Chiefs auf die San Francisco 49ers, deren Assistenz-Offensivtrainerin Sowers ist.

Sowers spielte für die West Michigan Mayhem und die Kansas City Titans, bevor sie eine Hüftverletzung erlitt und in den Ruhestand ging. 2017 heuerte sie bei den 49ers an und outete sich als lesbisch.

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Als Studentin wurde Katie Sowers aufgrund ihrer Sexualität abgelehnt, als sie sich an der Uni für einen Coaching-Job bewarb. Mittlerweile hat sich das College, eine christliche Einrichtung für freie Künste in Indiana, bei ihr entschuldigt: 2015 hat sich das College Antidiskriminierungsrichtlinien verpasst.

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Kriss Rudolph

Geschrieben von

Kriss Rudolph (1971*) hat Anglistik und Germanistik in Düsseldorf studiert und arbeitet seit über 20 Jahren als Journalist (SWR, WDR, MÄNNER, B.Z. etc.) Er lebt mit seinem Hund Mompa in Berlin und ist bei MANNSCHAFT als Online-CvD und als Chefredakteur der deutschen Print-Ausgabe tätig. Ausserdem betreibt er die Podcast-Reihen "Rederei Rudolph" (Interviews) und "Mompa und ich" (Anekdoten auf 4 Beinen).

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