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Fahndung: Mann in Supermarkt homofeindlich beleidigt

Die Tat liegt über zehn Monate zurück

Hassgewalt in Berlin
Foto: Adobe Stock

UPDATE (29.1.20): Der gesuchte Mann konnte identifiziert werden. Der 19-Jährige erkannte sich in der Öffentlichkeitsfahndung und stellte sich am Dienstagabend auf einem Polizeiabschnitt in Neukölln. Er wurde nach erkennungsdienstlichen Massnahmen auf freien Fuss gesetzt, die Ermittlungen dauern an.

Bei der Suche nach einem Unbekannten, der am 13. März 2019 einen Mann in einem Supermarkt in Neukölln homophob beleidigt haben soll, bittet die Polizei Berlin um Mithilfe.

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Gegen 21.40 Uhr soll sich der auf den Fotos abgebildete Mann an der Kasse des Supermarktes in der Reuterstrasse an den wartenden Kund*innen vorbeigedrängelt haben. Ein Mann, der ebenfalls wartete, sprach ihn auf sein Verhalten an und sei daraufhin von dem gesuchten Mann homophob beleidigt worden, so die Polizei.

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Im weiteren Verlauf soll der Pöbler den Mann geschubst, seinen Arm verdreht und ihn aufs Kassenband gedrückt haben, sodass dieser sich am Handgelenk verletzte. Nachdem er dem 44-Jährigen noch mehrmals drohte, floh der Täter aus dem Geschäft.

So gehst du mit LGBTIQ-feindlicher Gewalt um

Hinweise nimmt das Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes beim LKA unter der Telefonnummer (030) 4664-953528 oder unter lka535@polizei.berlin.de entgegen.

Im Gegensatz zum Vorjahr wurden 2019 erneut mehr Angriffe gegen LGBTIQ in Berlin registriert (MANNSCHAFT berichtete). Die Tatorte lagen vorwiegend in den Bezirken Mitte, Tempelhof-Schöneberg, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln. Die Fälle angezeigter Gewalt gegen LGBTIQ in der Hauptstadt stiegen um 58 auf 382 an. Gegenüber 2017 ist ein Zuwachs von fast einem Drittel zu verzeichnen.

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