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Israel verbietet LGBTIQ die Adoption russischer Kinder

Der Vorsitzende der linksliberalen Partei Meretz kritisiert, Netanjahu erkläre sich einverstanden mit Putins homophober Politik

Regenbogenfamilien
Symbolfoto: AdobeStock

Israel und Russland haben nach einem Jahrzehnt der Verhandlungen einen Vertrag unterzeichnet, der LGBTIQ-Personen die Adoption russischer Kinder verbietet.

Das am Mittwoch unterzeichnete Abkommen sieht vor, dass gleichgeschlechtliche Paare keine Kinder aus Russland adoptieren dürfen, berichtet die Jerusalem Post.

Kinder aus Regenbogenfamilien entwickeln sich gleich gut wie andere

Ze’ev Elkin, als Minister zuständig für Umwelt und Jerusalemer Fragen, traf sich am Mittwoch vor dem am Donnerstag geplanten Besuch von Präsident Wladimir Putin mit einer hochrangigen russischen Delegation, um am fünften Welt-Holocaust-Forum teilzunehmen. Elkin, Parteifreund von Benjamin Netanjahu, kandidierte 2018 für das Amt des Bürgermeisters in Jerusalem und landete nur auf dem dritten Platz.

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Die hochrangige russische Delegation bestand nach Angaben der Jerusalem Post aus Russlands Aussenminister, Wirtschaftsminister und Bildungsminister. Israel und Russland haben auf dem Treffen zwei Abkommen geschlossen, eines über Adoption durch LGBTIQ und das andere über die Zusammenarbeit zwischen den Aussenministerien der beiden Länder.

Mehrere israelische Politiker*innen – darunter der Vorsitzende der linksliberalen Partei Meretz, Nitzan Horowitz – äusserten sich empört. Mit der Vereinbarung spucke man der LGBTIQ-Community ins Gesicht. «Netanjahu erklärt sich einverstanden mit Putins homophober Politik und tritt erneut die Grundrechte von Hunderttausenden von Bürgern Israels, die Mitglieder der Gay Community sind, mit Füssen.»

Eitan Ginzburg von der blau-weissen Allianz, der 2018 als erster offen schwuler Politiker zum Bürgermeister gewählt wurde, und zwar in Ra’anana, erklärte: «Die Regierung Netanjahu verhindert, dass wir Eltern werden können. Das ist eine Fortsetzung der Diskriminierungspolitik Israels.»

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Im vergangenen Jahr versuchte ein polnischer Minister, eine Adoption durch schwule Väter zu verhindern (MANNSCHAFT berichtete).

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Schwule Israelis mit Kinderwunsch müssen sich im Ausland behelfen. Viele Paare nehmen in den USA die Dienste einer Leihmutter in Anspruch. Innerhalb Israels steht Leihmutterschaft nur verheirateten Paaren offen – sprich: nur für Heteros. Der Supreme Court soll diese Ungleichbehandlung aus der Welt schaffen (MANNSCHAFT berichtete).

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