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Kampf um Asyl – BAMF will schwulen Nigerianer abschieben

37.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, die nun dem BAMF vorgelegt wurde

schwul in Nigeria
Efe (links) kämpft dafür, in Deutschland bleiben zu dürfen (Foto: Screenshot)

Efe floh aus Nigeria, als sein Partner bei einem homofeindlichen Angriff getötet wurde. Doch Deutschland verweigert ihm Asyl. 37.000 Menschen haben seine Petition unterzeichnet, die nun dem BAMF vorgelegt wurde.

Efe traf seinen Freund in dessen Wohnung, als ein Bekannter vorbeikam. Die Männer waren nackt – der Bekannte denunzierte das Paar bei den Nachbarn. Am Ende des Tages war Efes Freund tot.

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Efe floh aus Nigeria und stellte in Italien einen Antrag auf Asyl. Dort verschwieg er, dass er schwul ist – schliesslich hätte ihn seine Homosexualität daheim fast das Leben gekostet. Der Antrag auf Asyl wurde abgelehnt.

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Efe floh weiter und stellte in Deutschland erneut einen Antrag. Wieder erhielt er einen negativen Bescheid. Begründung: Er hätte schon in Italien seine Homosexualität als Asylgrund nennen müssen. Da er dies nicht gemacht habe, könne man sie auch in Deutschland nicht als Asylgrund anerkennen. Man warf ihm «grobes Eigenverschulden des Nichtvorbringens» vor.

Die Ablehnung durch das BAMF erfolgte im vergangenen Jahr. Dort berücksichtigte man nicht, dass Nigeria LGBTIQ-Personen kriminalisiert. Immer wieder verhaftet die Polizei dort Männer, weil sie im Verdacht stehen, homosexuell zu sein (MANNSCHAFT berichtete). Lesbische Frauen droht in vielen Regionen der Tod durch Steinigung (MANNSCHAFT berichtete).

Gemeinsam mit dem Queer Refugees Network Leipzig des RosaLinde Leipzig e.V. ging er dagegen vor, legte eine Klage beim Gericht und eine Beschwerde beim BAMF ein.

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Zusätzlich startete All Out eine Petition für ihn. Rund 37.000 Menschen unterstützen seine Forderung nach einer erneuten Prüfung seines Asylantrags, seine Forderung nach einem gerechten Verfahren. Die Petition wurde nun geschlossen und dem BAMF übergeben. Dort soll sein Antrag erneut geprüft werden.

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