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Berliner trans Mann attackiert und geschlagen

trans Mann attackiert
Foto: Pixabay

Am Freitag wurde ein trans Mann in Berlin angegriffen und geschlagen. Der Polizeiliche Staatsschutzes beim LKA ermittelt.

Der trans Mann wurde in Nikolassee attackiert und geschlagen. Am Königsweg Ecke Strasse Am Waldhaus sprach ihn ein Mann gegen 16.45 Uhr an und fragte ihn, ob er ein Mann sei. Als der 20-Jährige dies bejahte, schlug der Unbekannte ihm unvermittelt mit der Faust in das Gesicht und entfernte sich in Richtung Benschallee.

Das bringt die erste MANNSCHAFT des Jahres 2020

Bei dem Angriff erlitt der junge Mann eine leichte Gesichtsverletzung, die laut Polizei zunächst nicht behandelt werden musste. Ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt Berlin führt die Ermittlungen.

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Trans Personen müssen in ganz Deutschland mit Angriffen rechnen. Am 22. November wurde eine Gruppe von trans Aktivist*innen vor einer Bar in München sexuell beleidigt und körperlich angegriffen, zunächst ging die Aggression von dem 56-jährigen Gastwirt aus. Etwa acht bis zehn Angreifer beschimpften daraufhin die aus verschiedenen lateinamerikanischen Staaten Geflüchteten ausserdem rassistisch, etwa: Zu Hause würde man ihnen den Kopf abschneiden.

«Ernst und Röbi reichen nicht!»

Nach der Attacke in Haidhausen warfen die Opfer und ihre Unterstützer*innen vom Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit den Polizisten vor, zu zögerlich und wenig sensibel eingeschritten zu sein.

Homo- und transfeindliche Gewalt in München und in ganz Bayern ist aktueller denn je. Nun endlich gibt es erstmalig in der Geschichte des Freistaats Bayern eine Förderung für ein Anti-Gewalt-Projekt. Durch das Ministerium für Arbeit, Familie und Soziales wurden im Rahmen eines Massnahmenpaketes zum Opferschutz für schwule, bisexuelle, queere und trans* Männer Gelder bereitgestellt.

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Auch darüber reden wir bei unserem ersten MANNSCHAFT-Talk in München am 18. Februar (zur Facebook-Veranstaltung). Und darüber, dass Bayern das einzige Bundesland das, das weder einen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie umgesetzt noch vorbereitet hat.

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