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Homophobes Album von Bushido zu Recht auf dem Index

Die Richter in Leipzig korrigierten jetzt das Urteil der Vorinstanz

Bushido Index
Foto: Screenshot/YouTube «Brot-brechen»

Das Album «Sonny Black» des deutschen Rappers Bushido ist nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zu Recht als jugendgefährdend eingestuft worden. Grund: Homosexuelle und Frauen würden durch vulgäre Sprache herabgewürdigt.

Die Richter korrigierten das Urteil der Vorinstanz und bestätigten die Entscheidung der Bundesprüfstelle (BPjM), das Album auf den Index für jugendgefährdende Medien zu setzen. «Die hemmungslose Gewaltdarstellung zieht sich durch die Titel», erklärte Richter Thomas Heitz. Frauen und Homosexuelle würden durch die vulgäre Sprache herabgewürdigt.

«Queere Repräsentation im Kino ist wichtig»

Bushido nahm selbst an der Verhandlung teil. Er sei «abgeschmiert auf ganzer Linie», sagte er danach. Allerdings habe er sich auch keine grossen Hoffnungen gemacht. Künftig wolle er weniger Gründe für Indizierungen liefern und darauf aufmerksam machen, «dass ich nicht frauen- und schwulenfeindlich bin», so Bushido.

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Damit darf das umstrittene Album auch weiterhin nicht an Minderjährige verkauft werden. Nachdem im Mai das Oberverwaltungsgericht in Münster entschieden hatte (MANNSCHAFT berichtete), dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) nicht sorgfältig genug zwischen Jugendschutz und Kunstfreiheit abgewogen hätte und das Album zu Unrecht als jugendgefährdend eingestuft worden sei, legte die BPjM Revision ein. Das Album war damit weiterhin indiziert. Das Münsteraner Urteil war damit nicht rechtskräftig und musste vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig nochmal revisionsrechtlich überprüft werden.

Vorwurf gegen Bushido: Texte sind frauen- und schwulenfeindlich
2015 hatte die Bundesprüfstelle die Platte auf den Index gesetzt und die Indizierung damit begründet, dass in den Texten Gewalt sowie ein krimineller Lebensstil verherrlicht würden. Zudem seien viele Textpassagen frauen- und homosexuellenfeindlich. (Wegen schwulenfeindlicher Texte war das Berliner Konzert von Bounty Killer im Frühjahr abgesagt worden.)

«Ach, das ist doch der schwule Roth!»

In den Texten von Bushido heisst es: «Kleine Schwuchtel mit dei’m Unterlippenpiercing, ein falsches Wort und deine Zunge spürt Rasierklingen». Dazu kommen Ausdrücke wie «Du schwuler Spast“ oder auch: «Berlin ist mein Hauptquartier, Du Schwuchtel wirst hier ausradiert.»

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