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Diese 100 geouteten LGBTIQ-Führungskräfte sind top!

Die TOP 3 der Out Executives sind weiblich und/oder trans

LGBTIQ-Führungskräfte
(v.l.n.r.) Ralph Breuer, Annika Zawadzki, Eva Kreienkamp, Anastasia Biefang (Foto: Proudr)

Pünktlich zum internationalen Coming Out Day haben die Uhlala Group und Prout at Work die diesjährige Liste der Germany’s TOP 100 Out Executives veröffentlicht. In diesem Jahr gibt es eine neue Liste, der Future Leaders, die 20 (Nachwuchs-) Führungskräfte auszeichnet.

Die Liste wurde jetzt im zweiten Jahr veröffentlicht und soll Führungskräfte in deutschen Unternehmen sichtbar machen, die LGBTIQ sind, geoutet leben und beruflichen Erfolg haben. Die Herausgeber der Liste wollen beweisen, dass es nicht im Widerspruch zueinander steht, Beruf und sexuelle Orientierung oder Identität miteinander zu vereinen. Der heutige 11. Oktober wird traditionell als Coming-out-Day begangen (MANNSCHAFT berichtete).

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In Deutschland wird es nach wie vor als Karriererisiko betrachtet, sich im beruflichen Umfeld zu outen. Eine Studie aus diesem Jahr befand sogar, dass 42 Prozent im Gespräch mit ihren Vorgesetzten über ihre sexuelle Orientierung lügen. Die neue Liste Future Leaders zeichnet Führungskräfte aus, die durch ihr Talent und ihren Einsatz für Chancengleichheit von LGBTIQ auf sich aufmerksam gemacht haben.

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Vor allem das Siegerpodest hat in diesem Jahr überrascht: Die Top 3 der Out Executives sind weiblich und/oder trans*. Eva Kreienkramp, Geschäftsführerin der Mainzer Mobilität, hat es im letzten Jahr auf den zweiten Platz geschafft hat und konnte sich nun gegen alle Konkurrenz durchsetzen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen ihr Annika Zawazki, Partnerin bei der Boston Consulting Group, und Anastasia Biefang, Kommandeurin bei der Bundeswehr (MANNSCHAFT berichtete).

Neben den starken weiblichen Leistungen befinden sich auf der Gesamtliste auch viele männliche Vorbilder. Ihr Anteil liegt bei 70 Prozent. Damit bildet das Ranking eine höhere Quote an Frauen ab als im deutschen Durchschnitt, wo es rund 21 Prozent Frauen in Führungspositionen schaffen. Es ist aber auch ein Hinweis darauf, dass das Ziel eines ausgeglichenen Verhältnisses von 50 zu 50 noch nicht erreicht ist.

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«Danke, dass ihr Flagge zeigt und Vorbilder für die nächste Generation LGBTIQ-Führungskräfte seid!», sagt Stuart Cameron zu den 120 geouteten erfolgreichen deutschen (Nachwuchs-) Führungskräften und Initiator der Liste und CEO der Uhlala Group. «Seid stolz auf euch, auf das was ihr erreicht habt und euren Mut, dies auch der Öffentlichkeit mitzuteilen.»

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Die USA sind in der Hinsicht schon viel weiter: Apple-CEO Tim Cook war der erste offen schwule CEO auf der «Fortune 500», eine jährlich erscheinende Liste der 500 umsatzstärksten US-Unternehmen. Sich in seiner Position nicht zu outen, wäre egoistisch ist, sagte Cook (MANNSCHAFT berichtete).

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