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Interaktiver Abend für schwule und trans Männer mit Kinderwunsch

Der Dachverband Regenbogenfamilien will zum Austausch über die Möglichkeiten zur Familiengründung anregen

schwul kinderwunsch
Bild: Aleksandar Georgiev

Für schwule und trans Männer gebe es immer mehr Möglichkeiten zur Familiengründung, so der Dachverband Regenbogenfamilien. Am 30. Oktober lädt die Organisation zu einem interaktiven Diskussionsabend in Zürich ein.

Es liegt auf der Hand: Für Frauenpaare ist es einfacher, Kinder zu kriegen. Gemäss dem Dachverband Regenbogenfamilien gründen jedoch immer mehr Männer in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft eine Familie. Die Organisation lädt am 30. Oktober zu einem interaktiven Diskussionsabend ein, um die verschiedenen Möglichkeiten zur Familiengründung für schwule, bisexuelle und trans Männer aufzuzeigen.

Konkret soll es um die Themen Leihmutterschaft und Co-Elternschaft gehen. Vetreter dieser Familienformen seien in der Kernrunde vertreten, schreibt der Dachverband Regenbogenfamilien in einer Medienmitteilung. «Selbstverständlich sind Erfahrungen aus jeder anderen Familiengründungsform aus dem Publikum sehr willkommen.» Ganz grundsätzlich ist die Idee, dass die Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen und Fragen an der Diskussion einbringen können.

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Der Diskussionsabend findet am 30. Oktober im Karl der Grosse in Zürich statt, von 18 Uhr bis 20:15 Uhr. Der Dachverband Regenbogenfamilien bittet um eine Anmeldung bis 20. Oktober über ihre Website.

Gegenwärtig arbeitet die nationalrätliche Rechtskommission an einer Ausarbeitung eines Gesetzes zur Eheöffnung in der Schweiz. Nebst einer Kernvorlage soll das Parlament auch über eine zweite Variante abstimmen können, welche den Zugang zur Fortpflanzungsmedizin für lesbische Ehepartnerinnen regelt. Zurzeit bleibt lesbischen Frauen mit Kinderwunsch nichts anderes übrig, als auf die Bechermethode oder auf Samenbanken im Ausland auszuweichen.

Frist für Ehe für alle in der Schweiz verlängert

Schwule und trans Männer in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft bleiben auch bei Annahme der zweiten Variante von der Fortpflanzungsmedizin ausgeschlossen. Der Grund liegt beim allgemeinen Verbot der Leihmutterschaft in der Schweiz, das auch für heterosexuelle Paare gilt. Am Diskussionsabend des Dachverbands Regenbogenfamilien geht es also hauptsächlich um Leihmutterschaft im Ausland.

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LGBTIQ-Personen, die sich in einer Co-Elternschaft befinden, können sich seit dem 1. Januar 2018 mit der Stiefkindadoption rechtlich absichern. Doch die Lösung ist nicht ideal. Fehlregelungen im Namensrecht, Einmischungen der KESB und eine einjährige Wartefrist bescheren vielen gleichgeschlechtlichen Elternpaaren Sorgen, darunter auch Marisa und Deborah Emery aus Bern.

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