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Filme und Party: Queersicht feiert Stonewall in Bern

Die Turnhalle und das LGBTIQ-Filmfestival Queersicht würdigen das Stonewall-Jubiläum mit zwei Filmen und einer Party

Marsha P. Johnson Stonewall
Wer hat Marsha P. Johnson getötet? Der Film «The Life and Death of Marsha P. Johnson» sucht nach Antworten. (Bild: Queersicht)
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In der kommenden Woche jährt sich Stonewall zum 50. Mal. Queersicht und die Turnhalle würdigen die historischen Aufstände mit mehreren Events.

Eine Razzia vor 50 Jahren markiert den Beginn jenes Aufstandes, der bis heute als Geburtsstunde der modernen queeren Bürgerrechtsbewegung gilt. An den jährlich stattfindenden Prides und CSDs erinnern LGBTIQs weltweit daran, dass sie Unterdrückung und Diskriminierung nicht länger hinnehmen.

In Bern gedenken die Turnhalle und das LGBTIQ-Filmfestival Queersicht vom 26. bis 28. Juni des Jubiläums mit zwei Filmen und einer Party. «Wir wollen die Anfänge unserer Bewegung feiern und haben gemeinsam mit der Turnhalle Bern drei Abende in Ehren der Stonewall Riots organisiert, sozusagen ein kleines Festival», schreibt Queersicht in einer Mitteilung. «Gemeinsam mit euch und euren Mitglieder*innen, Anhänger*innen, Follower*innen und Freund*innen wollen wir zwei Filme sowie einer Party feiern und geniessen.»

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Den Anfang macht der Dokumentarfilm «Before Stonewall» aus dem Jahr 1984, der am 26. Juni in einer Openair-Aufführung im Progr-Hof ausgestrahlt wird. Regisseurin Greta Schiller zeigt, dass auch Stonewall eine Vorgeschichte hatte und in die aufgeheizte politische Stimmung der Sechzigerjahre eingebettet werden muss. Anhand von Fotografien, Filmausschnitten und Interviews mit Zeitzeug*innen gewährt «Before Stonewall» Einblicke in die Lebenswirklichkeiten US-amerikanischer Homosexueller ab den Zwanzigerjahren. Der Eintritt ist gratis und Kopfhörer gibts gegen Depot. Um die Unkosten zu decken, findet eine Kollekte statt.

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Am folgenden Tag wird in der Turnhalle «The Death and Life of Marsha P Johnson» gezeigt. Die Aktivistin ist nicht aus der US-amerikanischen LGBTIQ-Bewegung wegzudenken. Ist jemand für ihren Tod verantwortlich? Als die geliebte, selbstbeschriebene «Strassenkönigin» von New Yorks Christopher Street 1992 leblos im Hudson River aufgefunden wurde, ging die NYPD von einem Selbstmord aus. 25 Jahre später untersucht der mit dem Academy Award nominierte Regisseur und Journalist David France in seinem neuen Film Marshas Tod – und ihr aussergewöhnliches Leben.

Das dreitägige Minifestival findet am Freitag, 28. Juni, mit einer Party in der Turnhalle ihren Abschluss. DJane Anouk Amok und DJ Ludwig tauchen musikalisch in die Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahre ein und spielen Musik, zu der unsere LGBTIQ-Vorfahren damals getanzt haben. Detaillierte Infos zu allen Events gibts auf der Facebookseite von Queersicht.

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Demonstrationsmarsch in Basel
In Basel organisiert «habs queer basel» am Samstag, 29. Juni, einen Demonstrationsmarsch.

Auf Kommerz und Sponsorengelder sowie auf Fahrzeuge wolle man bewusst verzichten, schreibt «habs queer basel». Zudem soll die Kundgebung unabhängig der Anzahl Teilnehmenden stattfinden können. «Das Konzept wird minimalistisch gehalten, so dass sie sowohl mit 50 als auch 500 Teilnehmer umgesetzt werden kann.» Am Anlass teilnehmen dürfen alle Menschen und Organisationen, die den «Stonewall-Gedanken» in das Zentrum des Marsches stellen.

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