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Homophobe Beleidigung führt zu Auseinandersetzung

In Berlin-Kreuzberg wurden vier Männer beleidigt – als sie sich wehrten, erstatteten die Täter Strafanzeige

Homophober Übergriff
Polizei Berlin (Symbolbild, Foto: Mannschaft)

In Berlin-Kreuzberg wurden in der Nacht zum Montag vier Männer schwulenfeindlich beleidigt, der homophobe Pöbler schüttete einem der Männer heissen Tee ins Gesicht. Als sich ein Mitglied der Gruppe wehrte, erstatteten die Täter Strafanzeige.

Es passierte in der Nacht zum Montag in Berlin-Kreuzberg. Wie die Polizei mitteilt, soll ein Mann (27), der in Begleitung eines 28-Jährigen war, gegen 23.10 Uhr vier Männer aufgrund ihrer Homosexualität beleidigt und bedroht haben. Darüber hinaus soll der Tatverdächtige einem der vier Männer heissen Tee ins Gesicht geschüttet haben.

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Ein anderer Mann (29) aus der Gruppe soll die beiden Männer beschimpft und ein Fahrrad in ihre Richtung geworfen haben. Daraufhin erstatten der homophobe Pöbler und sein Begleiter Strafanzeige gegen den 29-Jährigen. Zudem soll dieser dem 27-Jährigen ins Gesicht geschlagen haben.

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Nach der Feststellung der Personalien wurden alle Beteiligten am Ort entlassen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm die Ermittlungen. Zu etwaigen Verletzungen teilte die Polizei zunächst nichts mit.

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Die Anzahl der erfassten Fälle homophober und transphober Gewalt in Berlin hat sich gegenüber dem Vorjahr um 58 Fälle auf 382 erhöht. Maneo hat 2018 insgesamt 733 Menschen beraten, die Opfer von LGBTIQ-feindlichen Beleidigungen oder Gewalt geworden sind. «Wir müssen aber von weit mehr Vorfällen ausgehen, obwohl immer mehr Betroffene den Weg zur Polizei finden und sich mit einer Anzeige wehren», erklärte Maneo-Leiter Bastian Finke bei der Vorstellung der Zahlen.

Pascal Sauer

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