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Boulevardzeitung in Uganda outet 200 Schwule und Lesben

Die Boulevardzeitung «Red Pepper» outet 200 Schwule und Lesben. (Bild: Twitter)
Die Boulevardzeitung «Red Pepper» outet 200 Schwule und Lesben.(Bild: Twitter)
Nur einen Tag nachdem Yoweri Museveni, Präsident von Uganda, das neue Anti-Homosexuellen-Gesetz unterschrieben hat, druckt die ugandische Boulevardzeitung «Red Pepper» die Namen von 200 Schwulen und Lesben ab.

Mit der Schlagzeile «Exposed!» (deutsch: Entlarvt!) outet die Zeitung den prominenten LGBT-Aktivisten Pepe Julian Onziema, einen katholischen Priester sowie einen Rapper. Nebst einem unfreiwilligen Outing sind die insgesamt 200 Personen nun einem möglichen Gerichtsverfahren ausgeliefert.

Unter dem neuen Gesetz können homosexuelle Handlungen mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft werden. Bei gleichgeschlechtlichem Sex mit einem Minderjährigen oder einem HIV-positiven Menschen droht Schwulen und Lesben eine lebenslange Gefängnisstrafe. Zusätzlich macht sich jeder strafbar, der homosexuelle Freunde und Bekannte nicht anzeigt.

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Noch keine Reaktion von Schweizer Politiker
Gemäss US-Aussenminister John Kerry überdenken die USA ihre diplomatischen Beziehungen mit Uganda.

Catherine Ashton, EU-Vertreterin für Aussen- und Sicherheitspolitik, bezeichnete das neue Gesetz als «drakonisch».

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Ein abstossender Rückschritt für die Menschheit, sagte Nick Clegg, stellvertretender Premier von Grossbritannien.

Anders Borg, schwedischer Finanzminister, sprach seine Unterstützung für die LGBT-Community Ugandas aus während seine Kollegin Hillevi Engstrom bekanntgab, dass Schweden womöglich seine Entwicklungshilfe von 70 Millionen Kronen (knapp CHF 10 Millionen) zurückziehen wird.

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US-Studie: Homophobe Menschen sterben früher

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