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Umfrage: Welche LGBTIQ-Organisation repräsentiert Euch am besten?

Viele Verbände, Organisationen und Beratungsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen sich für die Belange von LGBTIQ-Menschen ein. Mal mit Aktivismus und Öffentlichkeitsarbeit wie Enough is Enough, mal über praktische Angebote wie Rubicon in Köln oder Maneo in Berlin. Wir wollen wissen: Von wem fühlt Ihr Euch am besten repräsentiert, wer kämpft am wirkungsvollsten für Eure Rechte?

2019 jähren sich die Stonewall-Unruhen zum 50. Mal. Die Serie von gewalttätigen Konflikten zwischen Homo- und Transsexuellen einerseits und New Yorker Polizisten auf der anderen Seite in der Nacht zum 28. Juni 1969 gelten als Wendepunkt in der Lesben- und Schwulenbewegung im Kampf um Gleichbehandlung und Anerkennung.

In den Jahren danach wurden die ersten Christopher Street Days gefeiert, in Berlin erstmals im Jahr 1979. Erste Organisationen wurden ins Leben gerufen, die sich dem Kampf um LGBTIQ-Rechte verschrieben. 1971 gründete sich die Homosexuelle Aktion Westberlin als erste Organisation der neueren deutschen Schwulenbewegung, die später zum Schwulenverband SVD und im März 1999 zum Lesben- und Schwulenverband in Deutschland erweitert wurde. Die HOSI Wien wurde 1979 gegründet, 1993 folgte in der Schweiz Pink Cross als Bürgerrechts- und Selbsthilfeorganisation von Schwulen.

Zum Thema: Der Respektpreis 2018 geht an Queerformat

Alle im Deutschen Bundestag Parteien habe eigene queere Verbände, bei der Union ist es die LSU, bei den Sozialdemokraten die SPDqueer und bei den Liberalen LiSL. Die Grünen haben auf Bundes- und Landesebene mehrere queerpolitische Sprecher ebenso wie die Linke.

Information und Engagement
Seit 2013 gibt es Enough ist Enough. Die Berliner Aktivistengruppe arbeitet unter dem Dach des Aktionsbündnisses gegen Homophobie und hat es sich zur Aufgabe gemacht – so ihre Eigenbeschreibung: «als Aktivist*innen-Aktionsnetzwerk und Newsfeed aktueller Nachrichten über alle Themen der LGBTIQ-Community zu informieren und sich wo möglich aktiv zu engagieren.» Einmal im Jahr werden u.a. Miss und Mister Homophobia gekürt.

2014 wurde in der Schweiz die Operation Libero gegründet, die sich u. a. für die Eheöffnung starkmacht und Unterschriften für eine Petition sammelt.

Und dann sind da die CSD-Vereine und Pride-Veranstalter in den Städten oder Regionen, die teilweise auch zwischen den Prides mit Veranstaltungen oder politischen Forderungen in Erscheinung treten. Daneben gibt es etwa in der Schweiz die «LGBT+ Helpline», eine Meldestelle für homo- und transphobe Gewalt und Beratungsstelle für alle Anliegen in Sachen LGBTIQ. In Zürich gibt es «Du bist Du», wo junge LGBTIQ-Menschen in den Bereichen psychische und physische Gesundheit sowie sexuelle Orientierung und/oder Geschlechtsidentität beraten werden. In größeren deutschen Städten finden sich Beratungsstellen wie «Rubicon» in Köln oder «Maneo» – das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin, das u. a. alljährlich Daten sammelt über Gewalttaten gegen queere Menschen.

Auch der jährliche Wettbewerb «Mr. Gay Germany» möchte «als offizieller Repräsentant der deutschen LGBTIQ-Community», verstanden werden, wie man auf dem Facebook-Profil nachlesen kann. Der Schweizer Wettbewerb «Mr Gay Switzerland» ist immerhin von einem Community Botschafter die Rede, die man alljährlich suche.

Große Auswahl, aber wem steht Ihr am nächsten? Wer setzt sich am wirkungsvollsten für die Belange von LGBTIQ ein?

  • Von welcher LGBTIQ-Organisation fühlt Ihr Euch am ehesten repräsentiert?

    • LGBTIQ-Organisationen wie ILGA, LSVD, Pink Cross
    • Beratungsstellen wie LGBT+ Helpline, Rubicon, Maneo …
    • Operation Libero/Enough is Enough
    • CSD/Pride-Verein meiner Stadt/Region
    • LGBTIQ-Politiker oder queerpolitische Sprecher oder Verbände einer Partei
    • Wettbewerbe wie Mr. Gay Germany/Switzerland
    • Keine der angegebenen Optionen

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