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Umfrage: Was bringt 2019 für LGBTIQ-Rechte?

Das alte Jahr rast seinem Ende entgegen. Einen Monat noch, dann ist 2018 Vergangenheit und ein neues Jahr beginnt. Keiner weiss, was es an positiven Überraschungen oder an Dramen bereithält. Wird es für die LGBTIQ-Community ein gutes, ein besseres Jahr – oder werden wir Rückschläge hinnehmen müssen?

2019 ist das Jahr, in dem sich die Stonewall Riots in New York zum 50. Mal jähren. Die gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen der LGBTIQ-Community und der Polizei gelten als Wendepunkt im Kampf für gleiche Rechte und Anerkennung. Viele enorme Verbesserungen sind seitdem erreicht worden. Aber es ist noch viel zu tun. Und doch ist vielerorts auf der Welt bereits eine Rückwärtsbewegung, ein Rollback zu beobachten.

Gay Snowhappening Sölden 2019

Einige Eckpunkte für 2019 stehen schon fest: In Brasilien tritt zum Jahresbeginn mit Jair Bolsonaro ein Mann das Amt des Präsidenten an, von dem in Sachen LGBTIQ-Rechte wenig Positives zu erwarten ist.  In einem Interview mit dem Playboy gab der Rechtspopulist unumwunden zu: «Ich könnte keinen schwulen Sohn lieben. Ich hätte lieber, dass er bei einem Autounfall sterben würde.»

Andererseits: In Polen will mit Robert Biedroń ein offen schwuler Politiker und ehemaliger Bürgermeister als Präsidentschaftskandidat antreten – eine große Hoffnung nicht nur für Polen, sondern für ganz Osteuropa. Er hatte im September angekündigt, er wolle eine neue soziale Bewegung gründen, um der konservativen Politik des Landes etwas entgegenzusetzen. Wird er gewählt, wäre er der erste offen schwule Mann im Präsidentenamt.

In Österreich dürfen schwule und lesbische Paare ab 2019 endlich gleichberechtigt mit Heteros heiraten. Die ÖVP-FPÖ-Regierung hatte im Oktober ihren Widerstand gegen das Urteil des Verfassungsgerichtshofes aufgegeben.

Andererseits: Gerade scheiterte der Versuch in Taiwan, über ein Referendum die Ehe zu öffnen. Und in Rumänien blieb der Versuch klerikaler Gruppen, die Ehe in der Verfassung als Bund zwischen Mann und Frau festzuschreiben, nur deshalb ohne Erfolg, weil nicht ausreichend Menschen an der Abstimmung teilnahmen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass zutiefst homophobe Einstellungen in dem Land weit verbreitet sind.

Was der LGBTIQ-Community in Deutschland unter neuer CDU-Führung blüht, kann man noch nicht abschätzen. Unter Friedrich Merz würde die Union definitiv konservativer werden, und Annegret Kram-Karrenbauer hat kürzlich nochmal irre reaktionäre Haltung zur Ehe für alle bekräftigt. Dem dritten Bewerber, Jens Spahn, werden wenig Chancen eingeräumt, Angela Merkel als Parteichefin zu beerben. Und die Schweiz gehört nach wie vor zu den europäischen Ländern, in denen man von einer Eheöffnung nur träumen darf. Doch im Februar 2019 könnte Bewegung in die Sache kommen: Bis dahin muss eine Kernvorlage zur Umsetzung der «Ehe für alle» auf Gesetzesstufe vorliegen.

  • Was erwartest du von 2019 in Bezug auf LGBTIQ-Rechte?

    • Ich lasse mich überraschen.
    • Ich blicke optimistisch auf das neue Jahr.
    • Gute und schlechte Nachrichten werden sich die Waage halten.
    • Ich blicke pessimistisch auf das neue Jahr.
    • Ich habe Angst vor einem weiteren Rollback.
  • Was tust du, um zumindest eine Verschlechterung zu verhindern?

    • Ich gehe wählen.
    • Ich gehe demonstrieren.
    • Ich engagiere mich (NGO, Partei o.Ä.)
    • Ich kann sowieso nichts ändern.

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