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Ein Kuss gegen Christen-Protest wegen «Rocky Horror Show»

Ein schwules Paar zeigte fundamentalistischen Christen, was Liebe ist

Rocky Horror Show
Protest gegen «Rocky Horror Show» (Foto: Chester Pride)
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So eine Szene kann man sich gut im Bible Belt der USA vorstellen, doch sie trug sich vergangene Woche in England zu: Fundamentalistische Christen protestierten gegen die Premiere der Rocky Horror Show.

Chester ist eine kleine Stadt im Nordwesten Englands, gut 77.000 Menschen leben dort. Einige von ihnen nehmen es mit der Bibel besonders ernst.

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Vergangene Woche war Premiere im Chester’s Storyhouse: Gegeben wurde die «Rocky Horror Show», eine Rock-Musical, das seit 46 Jahren mit einem lockeren Umgang mit Homo- und Bisexualität sowie Cross-Dressing seine Fans erfreut. Das gilt allerdings nicht für fundamentalistische Christen. So kam ein halbes Dutzend Mitglieder der Zion Tabernacle Protestant Evangelical Church, Reformierte Baptisten, die die Show «abscheulich», «unheilig», «sexualisiert» und eine «Beleidigung für Gott» nannten.

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Das Pärchen Joe Fergus und Robert Brookes sahen sich die Show letzte Woche an und beschlossen, dem Protest etwas entgegenzusetzen. Viele Leute hätten mit den Demonstrant*innen gestritten und zurückgeschrien, erzählte Joe einem Reporter von Cheshire Live.

Aber: «Hass wird man nie los wird, wenn man Hass dagegen setzt», so Joe. «Also entschieden wir, ein bisschen Liebe zu verbreiten. Einer der Demonstranten sagte: Oh, das ist süss, das ist süss. Ihr seid ein Gräuel!»

Noch bevor die Show begann, versammelten sich religiöse Demonstrant*innen vor dem Theater und zitierten auf ihren Plakaten aus der Bibel und warnten: «Sei sicher, dass auch deine Sünde rauskommt!» Zuschauer*innen wurden beschimpft, sie hätten «schmutzige Gedanken».

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Joanne Clifton, die in der Inszenierung in Chester die Janet spielt, twitterte ein Foto von sich und der Mini-Demo und schrieb dazu: «Den Demonstranten zufolge werden wir alle bis Freitag tot sein, weil wir bei der Rocky Horror Show mitmachen.»

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